Landesrat Schuler und Landesrätinnen Deeg und Stocker zu Astat-Daten

Frauen in ländlichen Gebieten: “Stütze und Seele der Landwirtschaft”

Freitag, 14. Oktober 2016 | 12:29 Uhr

Bozen – “Fast 70 Prozent der Ehefrauen in landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten Vollzeit auf dem landwirtschaftlichen Betrieb mit”, kommentiert Agrarlandesrat Arnold Schuler die soeben veröffentlichten Daten des Landesinstitutes für Statistik, “daraus lässt sich ablesen, was die Bäuerinnen sind: die große Stütze für die landwirtschaftlichen Betriebe”. Frauen, betont er, seien die Seele der Familienbetriebe: Etwa beim Urlaub auf dem Bauernhof, wo die Vermietung von Gästezimmern von Anfang an eine Domäne der Bäuerin war und bis heute geblieben ist. “Vor allem die Bäuerinnen standen und stehen einer ständigen Weiterentwicklung und somit auch einer stetigen Innovation sehr aufgeschlossen gegenüber”, unterstreicht der Landwirtschaftslandesrat.

“Gerade im ländlichen Raum spielen Frauen eine wichtige Rolle”, hebt auch die Landesrätin für Chancengleichheit Martha Stocker hervor: “Mit ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement tragen sie nicht nur zu lebendigen Dorfgemeinschaften bei, sondern übernehmen auch Verantwortung dafür, dass unsere peripheren Gebiete attraktiv bleiben und junge Familien nicht in die Ballungszentren abwandern.” So wie der ländliche Raum bunter und vielfältiger geworden ist, so haben sich auch die politischen Herausforderungen in ländlichen Lebensräumen gewandelt: “Die Zukunftsthemen sind dabei vor allem weibliche Domänen”, erklärt Landesrätin Stocker und weist auf die Bedeutung der Kinderbetreuung hin sowie auf die medizinische Versorgung vor Ort, Pflegeeinrichtungen und altersgerechtes Wohnen, Bildung, Schule und Kultur.

Auch Familienlandesrätin Waltraud Deeg streicht die wichtige Rolle der Frauen im ländlichen Raum heraus: “Gerade Frauen im ländlichen Raum stellen eine tragende Säule für die Familie dar; sie sind nicht nur fest in alle Arbeitsabläufe eingebunden, sondern sorgen auch für den Zusammenhalt der Familie.” Landesrätin Deeg verweist auch auf den wertvollen Tagesmütter-Dienst der Bäuerinnen- Kinderbetreuungsgenossenschaft für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Tagesmütter stellen ein wichtiges Angebot in der Kleinkinderbetreuung dar, und wenn die Kinder noch dazu in einer familiären und naturnahen Umgebung wie am Bauernhof verbleiben können, ist dies für die Eltern von unschätzbarem Wert.

Morgen (15. Oktober) ist der Internationale Tag der Frauen in ländlichen Gebieten; dieser von den Vereinten Nationen ausgerufene Welttag wurde bewusst auf dieses Datum gelegt, um auf den unmittelbaren Zusammenhang zum Welternährungstag am Tag darauf (16. Oktober) hinzuweisen. Der “Landfrauentag” hat seinen Anfang während der UNO-Frauen-Weltkonferenz 1995 in Peking genommen, als drei Nichtregierungsorganisationen die Idee einer globalen Initiative zur Unterstützung der hart arbeitenden Landarbeiterinnen entwickelten.

Mit dem Thema “Lebensraum Gemeinde – Frauen auf dem Land” befasst auch die zweite Frauen-Landesversammlung mit politischen Vertreterinnen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino am Freitag, 4. November, im Congresspark Igls.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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