WIFO-Wirtschaftsbarometer Sommer 2021

Gastgewerbe hofft auf gute Sommersaison

Dienstag, 24. August 2021 | 10:00 Uhr

Bozen – Infolge der hohen Umsatzverluste in den ersten Monaten des Jahres befürchtet jedes zweite Unternehmen des Gastgewerbes immer noch eine unbefriedigende Ertragslage im Jahr 2021. Seit Mai deuten aber mehrere Indikatoren auf eine Erholung des Südtiroler Tourismus hin und dank der Wiedereröffnungen ist das Geschäftsklima deutlich besser als bei der vorherigen Erhebung im Frühjahr. Dies ergibt sich aus der Sommerausgabe des Wirtschaftsbarometers vom WIFO − Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen.

Hier geht es zum PDF (Ertragslage im Gastgewerbe)!

Die Tourismusbetriebe schlossen das Jahr 2020 mit einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von knapp 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab und der komplette Ausfall der letzten Wintersaison hat weitere schwere Verluste beschert. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres war der Umsatz sehr niedrig, mit Verlusten von rund 70 Prozent. Die rasche Verbreitung der Delta-Variante führt dazu, dass die Rentabilitätserwartungen der Unternehmer und Unternehmerinnen im Tourismussektor sehr verhalten bleiben: Nur die Hälfte von ihnen erwartet, das Jahr 2021 mit einem zufriedenstellenden wirtschaftlichen Ergebnis abzuschließen. Aufgrund der Ungewissheit über die Zukunft meldet die Mehrheit der Tourismusunternehmen auch einen Rückgang der Investitionen. Die Einschätzungen zur Wettbewerbssituation, zum Kreditzugang und zur Zahlungsmoral der Kund/innen sind nach wie vor negativ, haben sich aber seit der letzten Umfrage im Frühjahr verbessert.

Positive Anzeichen sind in der Entwicklung der Nächtigungen im Mai und vor allem im Juni zu erkennen, auch wenn es im Vergleich zu den gleichen Monaten von 2019, dem letzten Jahr vor Covid, noch rund 1,7 Millionen Übernachtungen fehlen. Die allmähliche Erholung der Tätigkeit wird durch die Daten zum Stromverbrauch im Gastgewerbe bestätigt, der im Juli stark angestiegen ist und nur noch 1,1 Prozent unter dem Niveau desselben Monats 2019 lag.

Auch was die Beschäftigung betrifft, ist eine Erholung zu verzeichnen: Im Juli stieg die Zahl der Arbeitnehmer/innen im Tourismussektor wieder auf etwa 36.000, was einer Zunahme von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.

Wie bereits im Sommer 2020, hat sich auch heuer das Geschäftsklima nach der schrittweisen Wiedereröffnung am schnellsten unter den Betreiber/innen von Bars und Cafés gebessert. Derzeit glauben 31 Prozent von ihnen, dass sie das laufende Jahr mit einer guten Rentabilität abschließen können und weitere 51 Prozent sind zuversichtlich, dass sie zumindest eine zufriedenstellende Ertragslage erreichen werden. Die Erwartungen der Hoteliers sind weitaus bescheidener. Etwa die Hälfte der Beherbergungsbetriebe rechnet heuer − trotz Preiserhöhungen – mit sinkenden Umsätzen und einer unbefriedigenden Ertragslage.

Hier geht es zum PDF (Ertragslage nach Branchen)!

Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, betont, dass der Schaden für den Tourismussektor künftig minimiert werden muss: „Nachdem der Großteil der erwachsenen Bevölkerung geimpft ist, muss der Grüne Pass zu einem Instrument werden, das es allen Wirtschaftssektoren ermöglicht, ihre Aktivitäten in Sicherheit fortzusetzen. Um das Vertrauen der Unternehmerinnen und Unternehmer des Gastgewerbes wiederherzustellen, braucht es Gewissheit über die kommende Wintersaison.“

„Der Tourismus und die darin tätigen Betriebe sind von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, in Zeiten einer Pandemie ganz besonders. Deshalb muss alles daran gesetzt werden, dass die Impfkampagnen mit Nachdruck fortgesetzt werden und dass die 3-G-Regelung als Grundlage dafür dient, die Sommer- und Herbstsaison erfolgreich zu beenden und die kommende Wintersaison wie geplant zu starten“, erklärt Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV).

Weitere Auskünfte erteilt das WIFO, Ansprechpartner Luciano Partacini, Tel. 0471 945 700, E-Mail: luciano.partacini@handelskammer.bz.it und Nicola Riz, Tel. 0471 945 721, E-Mail: nicola.riz@handelskammer.bz.it

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Gastgewerbe hofft auf gute Sommersaison"


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sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Laut den Menschenmengen die in Südtirol zirkulieren und dem bis in den Spätherbst gut ausgebichten Hotels dürfte die Sommersaison Rund laufen, die Zeit die mit Lockdowns geschlossen war, wird man nie Wettmachen können!!!! Aber es müsste sich vielleicht auch mal ein wenig Zufriedenheit einstellen, Es geht auch Ohne: Immer mehr, Immer mehr

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Wenn nicht alle mittags einen Cappuccino und einen Apfelstrudel zu zweit konsumieren… 😉

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@nuisnix
Ich denke der Konsum hebt sich auf, wie man so sagt: Es gibt immer settige und settige!! Einmal wird im Geschäft eingekauft, einmal auf der Hütte, einmal im Restaurant und dann das Schwimmbad, niemand verschenkt etwas und jeder wird wohl für seine Dienstleistung bezahlt, umsonst kriegt man ja nichts, deswegen glaube ich, gleicht sich das aus…

falschauer
1 Monat 4 Tage

sehr vernünftiger kommentar 👏

Roby74
Roby74
Superredner
1 Monat 4 Tage

@nuisnix
Selbst erlebt:1 Grillteller und 2 leere Teller dazu weil angeblich der Hunger nicht so groß war….🙄🤦🏼‍♂️
Wenn der Hunger nicht so groß ist,würde ich empfehlen kein Restaurant zu besuchen und sich lieber im nächsten Laden ein bisschen Obst zu kaufen!😁

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@Roby74
Dann würde ich gar nicht ins Restaurant gehen….

Roby74
Roby74
Superredner
1 Monat 3 Tage

@sophie
Habe ich ja geschrieben,aber manchen Zeitgenossen ist wirklich nichts zu blöd….😉

EviB
EviB
Superredner
1 Monat 4 Tage

Ich hoffe auf eine gute Wintersaison. 🤭

falschauer
1 Monat 4 Tage

die hoffnung stirbt zum schluss

ghostbiker
ghostbiker
Superredner
1 Monat 4 Tage

Wenn man so die Preise unschaug werd sicher nix fahln,gonz schian heftig gestiegn olls zom

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