Von: luk
Bozen – Bozen – Das institutsbezogene Sicherungssystem der Südtiroler Raiffeisenkassen (Raiffeisen IPS) hat kürzlich den Jahresbericht 2025 veröffentlicht.
Der Sicherungsfonds erreichte seine Zielgröße bereits drei Jahre früher als geplant und bietet damit einen zusätzlichen Schutz zur soliden Kapitalausstattung der Mitglieder des Raiffeisen Südtirol IPS.
Das Jahr 2025 war von einer weiterhin moderaten Inflation, sinkenden Leitzinsen und einem verhaltenen konjunkturellen Umfeld geprägt. Dennoch erzielten die Mitglieder des Raiffeisen Südtirol IPS erneut ein sehr gutes Jahresergebnis und konnten ihre Kapitalbasis weiter stärken.
Rentabilität
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 6,2 Prozent auf 19.969,4 Mio. Euro, während der Jahresüberschuss auf 245,2 Mio. Euro angestiegen ist. Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) lag zum Jahresende bei acht Prozent; das Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost Income Ratio) belief sich auf 57,3 Prozent.
Eigenmittelquote als Zeichen für Stabilität
Zum 31. Dezember 2025 betrugen die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel der Mitglieder des Raiffeisen Südtirol IPS 2.924,3 Mio. Euro. Sowohl die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 Ratio) als auch die Gesamtkapitalquote (Total Capital Ratio) lagen mit 26,9 Prozent deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen und über dem Vorjahreswert.
Kreditqualität
Am Ende des Jahres 2025 lag die konsolidierte NPL-Ratio (Non-performing Loans) nach EBA-Standard bei 3,6% und konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werden. Die Deckungsquote für notleidende Kredite belief sich auf 64,6% und lag damit deutlich über dem Durchschnitt des italienischen Bankensystems.
Der Sicherungsfonds als zusätzlicher Garant
Der Sicherungsfonds erreichte im Jahr 2025 seine ursprünglich bis Ende 2028 vorgesehene Zielausstattung bereits rund drei Jahre früher als geplant. Zum 31. Dezember 2025 belief sich das Fondsvolumen auf 91,7 Mio. Euro. Dies unterstreicht das kontinuierliche Engagement der Südtiroler Raiffeisenkassen für Stabilität und Sicherheit. Als ergänzendes Instrument zur soliden Kapitalausstattung der Mitglieder des Raiffeisen Südtirol IPS trägt der Sicherungsfonds wesentlich zur Widerstandsfähigkeit des Verbundes bei.
Haftung im IPS und Autonomie der Mitglieder
Das institutsbezogene Sicherungssystem ist als Haftungsvereinbarung definiert und stellt sicher, dass die Mitglieder zur Vermeidung eines Konkurses über ausreichende Liquidität und Solvenz verfügen. Gleichzeitig bleibt die Autonomie der Raiffeisenkassen in ihrer Geschäftstätigkeit gewahrt, wodurch die bewährte Nähe zum Kunden erhalten bleibt. Im Bedarfsfall unterstützen sich die Raiffeisenkassen wechselseitig. Die Kombination ausgegenseitiger Haftung und die Einrichtung des Sicherungsfonds stärkt nachhaltig die Stabilität der Südtiroler Raiffeisenkassen. Zu den Mitgliedern des Raiffeisen Südtirol IPS zählen 39 Raiffeisenkassen, die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG und die RK Leasing GmbH.
Mit der Genehmigung des IPS ist die Erstellung einer erweiterten Zusammenfassungsrechnung mit Lage- und Risikobericht verbunden, wie es die EU-Richtlinien vorsehen. Der Jahresbericht 2025 bestätigt die hohe Widerstandsfähigkeit und die positiven operativen Ergebnisse der Mitglieder.




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