Stellungnahme der FH

“Kein Aschenputtel-Dasein für die Krankenhäuser von Sterzing, Innichen und Schlanders”

Mittwoch, 06. Juni 2018 | 17:03 Uhr

Bozen – Wie aus der jüngsten Präsentation zum demographischen Wandel in Südtirol hervorging, wird die Gesellschaft immer älter. “Um möglichst lange gesund altern zu können muss die Betreuung in den Krankenhäusern qualitativ hochwertig gehalten werden. Eine wesentliche Rolle spielen hierbei die peripheren Krankenhäuser. Was zunehmend festzustellen ist, ist aber die schleichenden Aushöhlung einzelner Abteilungen“, so die freiheitlichen Landtagsabgeordneten Tamara Oberhofer, Walter Blaas und Roland Tinkhauser in einer Aussendung.

„Die Dienstleistungen der peripheren Krankenhäuser müssen weitgehend aufrechterhalten werden, denn die Rolle des Gesundheitswesens bei einer zunehmend alternden Bevölkerung ist zentral. Vonseiten der Politik wurde es in der Vergangenheit versäumt, den kleinen Strukturen und dem arbeitenden Personal die verdiente Wertschätzung entgegenzubringen. Insbesondere die Schließung der Geburtenstation in Sterzing sitzt noch immer wie ein Giftpfeil im Herzen der Bevölkerung. Für uns stand außer Zweifel, die Bevölkerung und das Personal damals bei diversen Aktionen zu unterstützen. Auch im Landtag haben wir uns stets im Sinne des Erhalts der kleinen Krankenhausstrukturen in ihrer ursprünglichen Form eingesetzt“, erklären die Abgeordneten Oberhofer, Blaas und Tinkhauser.

„Die Bevölkerung in den Bezirken identifiziert sich mit „ihren“ Strukturen, das Vertrauen ist dort besonders groß, weil der Mensch keine Nummer ist und die Betreuung familiär ist. Ihr Verlust oder ihre Ausschlachtung wäre untragbar“, fügen die Abgeordneten hinzu.

„Laut Aussagen der Landesrätin wird in Zukunft insbesondere der Bedarf an Gesundheits-, Betreuungs- und Pflegeleistungen steigen. Mehr Personal, eine bessere Organisation der Nacht- und Wochenenddienste, die Aufwertung der Berufe im Sozial- und Gesundheitssektor, sowie die Innovation desselbigen, sollen die Gesellschaft auf die künftigen Entwicklungen vorbereiten. Dies kann aber nur in enger Zusammenarbeit und verstärktem Einbinden der peripheren Krankenhäuser funktionieren. Aus diesem Grund ist der Erhalt einer umfangreichen Dienstleistung auch in den kleinen Krankenhäusern Sterzing, Innichen und Schlanders notwendig“, fordern die freiheitlichen Abgeordneten, Tamara Oberhofer, Walter Blaas und Roland Tinkhauser abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "“Kein Aschenputtel-Dasein für die Krankenhäuser von Sterzing, Innichen und Schlanders”"


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Obelix
Obelix
Superredner
18 Tage 4 h

Die Sanität wird ganz systematisch zu Tode gespart und abgewürgt. In all den Jahren haben die Superstrategen ja nicht einmal das CUP, also die Einheitliche Vormerkstelle zum Funktionieren gebracht. Von der Informatik – Misere gar nicht zu reden. Die Wartelisten werden immer länger und die Ärzte immer unverständlicher, da der deutschen Sprache nicht mächtig. Ich hoffe nur dass die SVP diesmal bei den Wahlen die Rechnung bekommt.

wellen
wellen
Superredner
18 Tage 32 Min

Ärztemangel extrem. Und da wollen sie 7 Spitäler erhalten, für 500.000 Einwohner???

berthu
berthu
Tratscher
17 Tage 13 h

Ärzte gibt es (fast) genug: eben privat.
Und um zu sparen, treibt man den Patient eben dorthin.
Die Wartezeiten sind dann auf einmal kein Thema.
Müssen die eigentlich Provision zahlen? An wen?

fritzol
fritzol
Superredner
18 Tage 3 h

nix da wir müssen die autonomie schützen also svp wählen .ha ha 😀😀😀😀

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