Landesverband fordert klare Trennung

“Keine Experimente” bei der Ausbildung der Sozialberufe

Mittwoch, 18. März 2026 | 14:57 Uhr

Von: luk

Bozen – Der Landesverband der Sozialberufe in Südtirol mahnt eine sachliche und differenzierte Diskussion über die Ausbildung im Sozialbereich ein. In einer Stellungnahme sprechen sich die Vertreterinnen Maria Vittoria Inguscio und die geschäftsführende Mitarbeiterin Marta von Wohlgemuth gegen weitere „Experimente“ in der Ausbildungslandschaft aus.

Zentral sei die klare Unterscheidung zwischen Gesundheits- und Sozialberufen. Diese Differenzierung werde in der öffentlichen Debatte häufig vernachlässigt, habe jedoch wesentliche Auswirkungen auf Ausbildungswege und Zuständigkeiten.

Während bei den Gesundheitsberufen – etwa bei Pflegehelferinnen und dem neuen Berufsbild der Pflegeassistenz – der Staat die primäre Gesetzgebungskompetenz innehat und das Land eine sekundäre Rolle spielt, liegt die Hauptzuständigkeit bei den Sozialberufen, wie jener der Sozialbetreuerin, beim Land Südtirol.

Im Bereich der Ausbildung bestehen derzeit öffentliche Landesfachschulen, darunter die Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ mit Außenstellen. Zudem soll die italienische Landesfachschule „Levinas“ eine Außenstelle in Meran eröffnen. Ein Abkommen aus dem Jahr 2023 ermöglicht es auch privaten Trägern, entsprechende Ausbildungen anzubieten; dieses läuft 2027 aus.

Der Verband betont, dass klare Kompetenzprofile und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Sozial- und Gesundheitsbereich notwendig seien, um Qualität und Anerkennung der Berufe langfristig zu sichern. Ziel müsse es sein, den Sozialberufen sowohl gesellschaftlich als auch politisch den entsprechenden Stellenwert zu verschaffen.

Bezirk: Bozen

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