Von: Ivd
Brixen – Die Funktionärinnen der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) kamen am Freitag zu ihrer Klausurtagung an der Universität in Brixen zusammen. Neben vereinsinternen Punkten wie Statutenanpassungen sowie Tätigkeits- und Kassaberichten stand vor allem der fachliche Austausch zu aktuellen agrarischen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen im Mittelpunkt.
Im Rahmen der Tagung wurde mehrfach auf die wachsende Bedeutung der Bäuerinnen innerhalb der Südtiroler Landwirtschaft hingewiesen. In den Berichten wurde deutlich, dass ihre Tätigkeit längst über klassische Aufgaben hinausgeht. Vorgestellt wurden unter anderem Projekte in den Bereichen Direktvermarktung, Bildung, soziale Dienstleistungen, Beratung sowie Kooperationen mit Institutionen und Organisationen auf Landesebene.
Thematisch befassten sich die Teilnehmerinnen unter anderem mit dem aktuellen Tierschutzgesetz, rechtlichen Vorgaben im Pflanzenschutz, Förderkriterien sowie Fragen der Renten- und Sozialabsicherung. Ziel der Klausur war es laut Veranstaltern, Wissen zu vertiefen und die fachliche Weiterentwicklung innerhalb der Organisation zu fördern.
Landesbäuerin Antonia Egger betonte bei der Eröffnung die wirtschaftliche und rechtliche Verantwortung, die Bäuerinnen heute tragen. Die fachliche Kompetenz von Frauen in der Landwirtschaft müsse sichtbarer gemacht werden, insbesondere im Kontext des Internationalen Jahres der Bäuerin.
Einen Überblick über Förderinstrumente gab Michael Crepaz vom Südtiroler Bauernbund. Er erläuterte unter anderem Aspekte der Betriebsprämie, des Eco-Schemas, der Grünland- und Landschaftspflegeprämie sowie des Systems Classyfarm. Vertreter des Amts für Landwirtschaft informierten zudem über geplante Anpassungen bei den Kriterien für die Direktvermarktung und verwiesen auf den Stellenwert neuer Technologien.
Weitere Diskussionspunkte betrafen die Rolle der Landwirtschaft in Gemeindeentwicklungsplänen. Dabei wurde die Bedeutung politischer Mitwirkung auf lokaler Ebene hervorgehoben.
Abschließend würdigten Vertreterinnen und Vertreter bäuerlicher Organisationen sowie der Politik die Arbeit der Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Die Klausurtagung diente neben der fachlichen Auseinandersetzung auch der Vernetzung der Funktionärinnen auf Bezirks- und Ortsebene. Ziel sei es, das Jahr der Bäuerin zu nutzen, um die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.




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