Treffen mit regionalen Parlamentariern zum gemeinsamen Austausch

Laborfonds: “Renditen der Zusatzrente nicht höher besteuern”

Montag, 15. November 2021 | 16:57 Uhr

Bozen – Im Parlament wurde ein Gesetzentwurf zur Steuerreform eingebracht, der eine Erhöhung der laufenden Besteuerung von Renditen aus Zusatzrenten vorsieht. Ziel des Gesetzgebers ist es, die Einkünfte aus den Ersparnissen der Zusatzrente der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, den Einkünften der staatlichen Rente anzugleichen. Davor warnen die Vertreter von Laborfonds in einem Treffen mit regionalen Parlamentariern.

“Sollte dieser Vorschlag Gesetz werden, würde es sich nicht mehr lohnen, einem Zusatzrentenfonds beizutreten. Stattdessen sollten in diesem Bereich weitere Anreize geschaffen werden, um die geringe Zahl derjenigen zu erhöhen, die sich dafür entschieden haben, einen Teil ihres Gehalts und der Abfertigung (TFR) zu investieren. In Italien sparen weniger als 25 Prozent der Beschäftigten dauerhaft, indem sie in Zusatzrentenfonds investieren. Die Renditen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass sie verlieren würden, wenn sie die Abfertigung im Unternehmen belassen würden”, informiert Michele Buonerba, Präsident von Laborfonds.

Derzeit werden die Renditen aus Zusatzrentenfonds nicht mit anderen Einkünften kumuliert. Dadurch wird verhindert, dass sich diese negativ auf andere steuerlichen Vorteile auswirken, die mit dem erklärten Einkommen verbunden sind. Außerdem wird die getrennte Besteuerung mit zunehmender Dauer der Mitgliedschaft in einem Fonds schrittweise reduziert.

Renditen und Rentenleistungen werden mit einem Steuersatz zwischen 15 Prozent und neun Prozent besteuert, um einen langfristigen Anreiz zu schaffen, weiterhin Mitglied zu bleiben. Der Mechanismus ist einfach: Der Steuersatz sinkt nach 15 Mitgliedsjahren im Fonds um 0,30 Prozent für jedes weitere Jahr bis auf maximal neun Prozent.

“Auch vor 15 Jahren beträgt die Besteuerung 15 Prozent und ist damit niedriger als bei der Abfertigung. Der Höchstbetrag für die Absetzbarkeit von Beiträgen in Pensionsfonds sollte ebenfalls angehoben werden, da er seit 2007 bei 5.164 Euro pro Jahr liegt”, erörtert der Präsident von Laborfonds.

“Zukünftig wird die Höhe der staatlichen Renten niedriger sein, als jene der Generationen, die heute davon profitieren: Durch das beitragsbezogene Berechnungssystem muss die zweite Säule der Altersvorsorge dringend aufgebaut werden, möglichst für alle. Eine Steuererhöhung, wie sie der Gesetzgeber in dem im Parlament eingebrachten Gesetzentwurf vorsieht, würde bedeuten, dass der ohnehin schon geringe Prozentsatz der in Zusatzrentenfonds eingeschriebenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusammenbricht und die Gefahr der Altersarmut bei Pensionierung steigt”, so Buonerba.

Der Präsident bedankt sich bei den Senatorinnen Donatella Conzatti und Elena Testor sowie bei Senator Dieter Steger für den regen Austausch, welche ihrerseits die besprochenen Anliegen mitnehmen werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Laborfonds: “Renditen der Zusatzrente nicht höher besteuern”"


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sixtus
sixtus
Tratscher
17 Tage 4 h

Schade dass man hier nicht von erworbenen Rechten sprechen kann.

So ist das
17 Tage 2 h

Das gilt nur für die Politikerkaste, die dem Steuerzahler wieder einmal in die Brieftasche greift, aber gross erklärt, in Zusatzrenten anzulegen.

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

@So ist das Das Geld wird unversteuert einbezahlt. Also hat man bei 15% Steuern schon Gewinn gemacht, alleine durch den Unterschied einer sofortigen Besteuerung. Je nach Steuerklasse mehr odet weniger..!
Auserdem verdient man doch durch den Zinseszins… Sehe das alles nicht so dramatisch.

Zugspitze947
16 Tage 10 h

N.G.der größe Schwindel des Jahrhunderts…… Wieso kauft am erst ein Gebäude für Millionen in Bozen ? So werden die Renditen gedrückt 🙁

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
16 Tage 10 h

@Zugspitze947 Irrtum! Die Renditen werden 1:1 weiter gegeben. Man bezahlt lediglich die Gebühren und die sind bei Labor … die niedrigsten in Italien!

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
16 Tage 10 h

@So ist das Sorry, aber das dähmliche:” wir werden von Politikern ausgeraubt” geht mir sowas auf den Geist.
Fangt an euer Geld richtig anzulegen, dann gibts nichts zum Jammern!

Zugspitze947
15 Tage 13 h

@N. G.  Du träumst wohl ,wer bezahlt das Teure Gebäude am Franziskanerplatz ,wo die Kunden nicht mal einen Stuhl während der Beratung angeboten bekommen ? Natürlich die Mitglieder 😡😢👌

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
17 Tage 1 h

Hm… Wenn ich den Bericht richtig vetstanden habe dann beträfe die höhere Besteuerung nur die finanziell ohnehin etwas besser gestellten da Einkommen bzw. andere Vermögenswerte mit eingerechnet werden.
Also betriffts den “normalen Arbeitnehmer” gar nicht.
Ansonsten, ich bin Mitglied, wärs mir auch egal, ich muss auch auf meine anderen Anlagen in Form von Aktien oder und digitalen Vermögenswerten wie BTC 26% Steuern zahlen.
Unterm Strich bleibt genug.

NurMalSo
NurMalSo
Grünschnabel
16 Tage 16 h

Das ist doch voraus zu sehen. Ist im Topf viel Geld, holt es sich der Staat. ImÜbrigen ist die Rendite wegen der hohen Inflation schon negativ!

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

Ne, meine nicht! Hab Risiko, seit Anfang.
Alles besser als 1,5% auf Festgeld in der Bank mit ner Werbung dafür in Großformat. Grins

inni
inni
Universalgelehrter
16 Tage 21 h

De solletn erst amol die goldenen Pensionen deckeln❗️

selwol
selwol
Superredner
16 Tage 10 h

Diesem Verein habe früh genug das Geld entzogen.

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