Kritik der Grünen

Neue Station zur Luftschadstoffmessung an der A22 ab Dezember 2017

Donnerstag, 03. August 2017 | 14:44 Uhr

Schrambach – Südlich von Brixen auf Belangflächen der Kläranlage wird die neue Station zur Messung der Luftschadstoffe im Eisacktal errichtet. Die Suche nach einem neuen Standort für die Messanlage war notwendig geworden, nachdem die bisher für die Messstation genutzte Fläche mit Anfang 2017 nicht mehr zur Verfügung stand und somit die Station bei Schrambach seit Jahresende 2016 nicht mehr in Betrieb ist.

“Nachdem der neue Standort gefunden ist”, erklärt der Leiter der Landesumweltagentur Flavio Ruffini, “werden wir nun gemeinsam mit der Direktion der Brennerautobahn AG den neuen Standort vorbereiten und die Station anschließend einrichten, sodass die Messstation im Dezember 2017 den Messbetrieb aufnehmen kann.”

Derzeit sind zwei Messstationen entlang des Abschnittes Bozen-Salurn und eine bei der Rombrücke in Bozen aktiv. Mit Hilfe der vorhandenen historischen Reihen und den dort gemessenen Daten sei es möglich, die Belastung im Eisacktal bei Bedarf gut schätzen und berechnen zu können, betont Umweltagenturchef Ruffini.

Der Vertrag zur Nutzung der Fläche der Messstation in Schrambach war mit 2016 ausgelaufen und konnte nicht verlängert werden. In der Folge musste die Landesagentur für Umwelt die Messstation zur Erfassung der Luftqualität  in diesem Abschnitt abschalten und den Standort räumen. Die Suche nach einem geeigneten Alternativstandort erwies sich nach den Worten von Agenturchef Ruffini als besonders schwierig: “Im Abschnitt zwischen Brixen und Bozen ist es besonders schwer, einen geeigneten Standort zu finden. Die Autobahn verläuft primär als Viadukt und ist von zahlreichen Lärmschutzwänden gesäumt. Diese Abschnitte sind aus messtechnischen Gründen und wegen der Verkehrssicherheit nicht geeignet, eine Messstation zu beherbergen. Zudem bedarf es einer Zufahrt und elektrischer Energie, um eine Messstation zu betreiben.”

 

BISHER

 

Seit Jahresbeginn ist die Luftmessstation an der Brennerautobahn in Schrambach im Eisacktal geschlossen, weil die Miete für das Grundstück nicht mehr verlängert wurde.

Diese Information haben die Grünen beim Amt für Luft und Lärm in Erfahrung gebracht. Seit Jänner werden deshalb im Eisacktal keine Luftschadstoffe mehr gemessen.

Diesen Umstand kritisieren die Grünen und wollen von der Landesregierung in einer Anfrage wissen, warum die Messstation geschlossen ist und wann ein neuer Standort dafür gefunden wird.

Pro Jahr werden die Schadstoffwerte in der Luft entlang der A22 rund 60 Mal überschritten.

Von: luk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

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6 Kommentare auf "Neue Station zur Luftschadstoffmessung an der A22 ab Dezember 2017"


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Ludwig11
Ludwig11
Grünschnabel
18 Tage 15 h

Ich würde vorschlagen die Luftmessstation nach Sterzing neben die Mautstation zu verlegen. Dann können Istwerte an den Tagen gemessen werden, an denen in Deutschland und Österreich das Fahrverbot für LKW gilt. Am Morgen danach pünktlich um 6.00 drehen ein paar Hundert LKW den Zündschlüssel um, Stau bis am Nachmittag sicher hervorragende Messwerte ! Vom Stau im Sommer an dieser Stelle der Brennerautobahn ganz zu schweigen. Wipptaler wacht AUF !!

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Grünschnabel
18 Tage 12 h

Guter Schachzug der Landesregierung. Keine Messung- keine Schadstoffe – ergo, kein Handlungsbedarf.

Ando der Macher
18 Tage 13 h

die Messstation sollts neben die Pustertaler Straße gestellt werden. dann könnten wir mal sehen denn da sind sicher die doppelten Abgaswerte wie neben der Autobahn

Iatz woll
Iatz woll
Neuling
18 Tage 7 h

Die Verantwortlichen sollten endlich aufhören dieBevölkerung nicht ernst zu nehmen! Die Belastung ist oder wird schon seit Jahren überschritten und heruntergespielt. Da braucht es keine Günen auf dieses Problem hinzuweisen! Höhere Lkw Maut wäre eine Lösung. Und nicht immer die gleiche lächerliche Antwort:..” des versteht Ihr nicht”

Vieldenker
Vieldenker
Tratscher
15 Tage 33 Min

Auch wenn die Maut höher ist, muss dann nicht trotzdem gefahren werden? Zwischen sterzing und Brenner müsste die notspur als langsamste für Lkw geöffnet werden, die schnelleren Lkw könnten somit überholen, Brenner Innsbruck wäre ein Limit von 60 statt 40 angebracht zur stauvermeidung……… Ich fahre selbst…..

Vieldenker
Vieldenker
Tratscher
15 Tage 32 Min

Und außerdem wozu ein nachtfahrverbot in Österreich? Dann konzentriert sich halt alles auf den Tag, die doppelte Maut auf der Europabrücke vor 05:00, verkehrstechnisch auch Schwachsinn….

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