Ersten acht Monate positiv

lvh.apa und CNA ziehen Zwischenbilanz zu Bozens Regierung

Montag, 02. Februar 2026 | 14:35 Uhr

Von: Ivd

Bozen – „Bozen kommt in Bewegung – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn“: So beschreiben die beiden Handwerksverbände lvh.apa und CNA Alto Adige Südtirol die ersten acht Monate der Arbeit der neuen Stadtregierung. Die Stadt stehe vor vielen Herausforderungen, die sich nicht sofort lösen lassen. Dennoch erkennen die Verbände klar, dass die Stadt den richtigen Weg eingeschlagen hat – vor allem beim Thema Mobilität.

„Auch wenn die Stadt bei den großen Infrastrukturprojekten noch konkrete Schritte vorbereiten muss, hat sie bereits mehrere kleinere, aber wichtige Maßnahmen umgesetzt, die Handwerksbetriebe seit Jahren gefordert haben. Diese Schritte zeigen Wirkung und verbessern den täglichen Verkehrsfluss spürbar“, erklären Cristiano Cantisani, Präsident von CNA Trentino Alto Adige, und Hannes Mussak, Vizepräsident von lvh.apa und Präsident des lvh-Bezirks Bozen. „Als die Stadt die Viale Trento, die Via Claudia Augusta und die Reschenbrücke öffnete und während der Messen ein neues Verkehrsmanagement einführte, verkürzten sich die Wartezeiten deutlich. Unsere Handwerkerinnen und Handwerker haben weniger Zeit im Stau verloren und konnten dadurch Kosten senken.“

Auch bei der Digitalisierung zeige die Stadt Initiative. Gemeinsam mit dem NOI Techpark setzt sie Projekte um, die Handwerksbetriebe und Bürger besser und schneller informieren sollen. Entscheidend sei aus Sicht der Verbände auch, wie die Stadtverwaltung arbeitet. „Wir tauschen uns regelmäßig und konstruktiv mit Bürgermeister Corrarati und seinen Assessoren aus. Dieser offene Dialog hilft uns, Themen anzusprechen, die für das Handwerk besonders wichtig sind, und gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen“, betonen Mussak und Cantisani. Die Verbände begrüßen diese Entwicklung ausdrücklich. Positiv werten sie außerdem, dass Stadt und Taxiunternehmen sowie Mietwagen mit Fahrer nach jahrelangen Konflikten eine endgültige Einigung über die kommunale Ausschreibung zur Erhöhung der Lizenzen erzielt haben.

Gleichzeitig blieben wichtige Aufgaben bestehen. Die Stadt müsse weiterhin Gewerbeflächen bereitstellen und bezahlbaren Wohnraum schaffen, da hohe Wohnkosten es den Betrieben zunehmend erschweren, Personal zu finden. „Wir wissen, dass sich diese Herausforderungen nicht von heute auf morgen lösen lassen“, erklären Mussak und Cantisani abschließend. „Nur wenn Stadt und Land eng zusammenarbeiten, können sie tragfähige Antworten finden. Wir sehen jedoch, dass die Stadtverwaltung auch bei diesen Themen aktiver wird. Besonders positiv bewerten wir, dass die Stadt regelmäßig einen Wirtschaftstisch einberuft und uns aktiv einbindet. Gerne bringen wir unsere Erfahrung ein, um gemeinsam Projekte umzusetzen, die den Betrieben rasch und konkret helfen.“

Bezirk: Bozen

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