HGV-Bezirk Eisacktal lud zu Jahresversammlung in die Festung Franzensfeste

Mobilitätsvorhaben für die Zukunft

Montag, 01. Oktober 2018 | 12:48 Uhr

Franzensfeste – Verschiedene Mobilitätsvorhaben im Eisacktal und Wipptal standen im Mittelpunkt der diesjährigen Jahresversammlung des Bezirkes Eisacktal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) in der Festung Franzensfeste.

HGV-Vizepräsident und Bezirksobmann Helmut Tauber zog Bilanz über die vielfältigen Tätigkeiten im Bezirk und dankte den Gastwirtinnen und Gastwirten für ihren Einsatz und ihr Herzblut, welche ausschlaggebend für den touristischen Erfolg in Südtirol sind. „Südtirol steht vor großen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. An erster Stelle stehen dabei die Mobilität, der Fachkräftemangel und die Nachhaltigkeit. Diese drei brennenden Themen müssen wir angehen und lösen“, sagte Helmut Tauber. Im Hinblick auf das Verkehrsproblem im Eisacktal und die Erreichbarkeit betonte Tauber, dass es nur durch geeignete Mobilitätsprojekte gelingen könne, das Tourismusland Südtirol weiterzubringen und zu stärken.

Über aktuelle tourismuspolitische Themen auf Landesebene ging HGV-Präsident Manfred Pinzger ein. Für ihn steht Südtirol als Tourismusland stark da. „In den letzten Jahrzehnten sind vonseiten der Politik gute Voraussetzungen geschaffen worden, um Tourismus betreiben zu können. Diesen geschaffenen Rahmenbedingungen ist es zu verdanken, dass wir heute so gut dastehen“, sagte Pinzger. Er verwies zudem auf die oftmals aufkommende Kritik, dass es in Südtirol zu viel Tourismus gebe und meinte, dass es in erster Linie darum gehe, touristische Akzeptanz zu schaffen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass der Tourismus in Südtirol zehntausende von Arbeitsplätze schafft“, so Pinzger.

Mobilitätsvorhaben im Eisacktal und Wipptal

Dass Mobilität ein Grundbedürfnis und ausschlaggebend für eine touristische Destination ist, zeigten die drei Referenten Walter Pardatscher, Geschäftsführer der Brennerautobahn AG, Martin Ausserdorfer, Präsident der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA), und Peter Brunner, Bürgermeister von Brixen.
Walter Pardatscher ging in seinen Ausführungen auf die Verkehrsentwicklung entlang der Brennerautobahn ein und erklärte, dass die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene eine große Herausforderung sei. „Der Verkehr steigt von Jahr zu Jahr. Wir sind im Moment an einer Kapazitätsgrenze angelangt, weshalb Stau kaum zu vermeiden ist“, sagte Pardatscher. Mit geeigneten Maßnahmen könne es gelingen, diese in Zukunft noch besser zu optimieren. Die Brennerautobahn AG investiert derzeit in nachhaltige Mobilitätsprojekte, um die Belastung zu reduzieren.

Wie der Brennerbasistunnel und die Riggertalschleife die Mobilität im Eisacktal und Wipptal beeinflussen werden, darauf ging Martin Ausserdorfer ein. Beide Projekte brauche es, um das Bahnangebot zu verdichten und mehr Kapazität zu schaffen. „Wir bauen die Riggertalschleife nicht, um der Riggertalschleife wegen. Im Eisenbahnbereich dreht sich alles um einen Taktfahrplan. Dieser ist das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs und diesen wollen wir südtirolweit ausbauen“, sagte er. Besonders wichtig werden in Zukunft die beiden Mobilitätszentren in Brixen und Bruneck sein.

Ein wichtiger Meilenstein im Bezirk Eisacktal ist die geplante Seilbahnverbindung zwischen der Stadt Brixen und der Plose, auf die Bürgermeister Peter Brunner einging. In seinen Ausführungen stellte er das Siegerprojekt vor, welches den europaweiten Ideenwettbewerb gewonnen hat. „Wir haben es hier mit einem innovativen Mobilitätsprojekt zu tun. Die neue Seilbahn wird an insgesamt sechs Stationen Halt machen: Angefangen vom Busbahnhof bis zum Parkplatz Max, wo die Bahn unterirdisch verlaufen soll, weiter über Milland und St. Andrä bis hin zur Talstation der Ploseseilbahn“, so Brunner.

Für den kulinarischen Genuss auf der Jahresversammlung des HGV-Bezirkes Eisacktal sorgte das Hotel Restaurant Pacher in Vahrn. Musikalische Unterhaltung gab es von der Gruppe „Ensemble Gamblér“.

Von: mk

Bezirk: Eisacktal

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