Die neue Talstation

Neue Seilbahn Jenesien: Siegerprojekt steht fest

Dienstag, 29. Mai 2018 | 14:34 Uhr

Jenesien/Bozen – Den Planungswettbewerb für die neue Seilbahn Jenesien hat der Architekt Marco Sette gewonnen. Sein Projekt wurde bei der Landesregierungssitzung vorgestellt.

450 Personen stündlich soll die neue Seilbahn zwischen Bozen und Jenesien befördern, auf unveränderter Trasse, so lautete die Vorgabe der Landesregierung für das Mobilitätsvorhaben. Mobilitätslandesrat Florian Mussner hat bei der Sitzung der Landesregierung heute das Siegerprojekt des Planungswettbewerbs vorgestellt.

“Vor allem soll die Seilbahn den Bedürfnissen der Pendler, Schüler und aller anderen Fahrgäste mehr als bisher entgegenkommen, gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden sein und zu weniger Verkehr sowohl in Bozen als auch auf dem Tschögglberg beitragen”, unterstreicht Mussner. „Nun können die Vorbereitungsarbeiten weiterlaufen, damit das Projekt 2019 ausgeschrieben und – falls alles planmäßig verläuft – noch begonnen werden kann“, sagt Mussner.

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Der Entwurf von Architekt Marco Sette für die Seilbahn sieht Bauten vor, die sich gut in das Umfeld integrieren, aber doch einen eigenen Charakter haben und funktional sind. So sind die Baukörper der Talstation klar gegliedert. Das Sockelgeschoss hat ein besonderes Design. In der großzügigen Eingangshalle gibt es ein für alle gut zugängliches Bistro. Nördlich der bestehenden Fahrbahn soll der Parkplatz für die Talstation entstehen. So ist das Gebäude leichter zugänglich und der Vorplatz der Talstation bleibt vom Verkehr abgegrenzt und geschützt.

Für die Bergstation hat Architekt Sette eine großzügige Außenanlage mit Blick zum Dorfzentrum und Terrasse nach Süden vorgesehen, mit gut sichtbarem Zugang zum Fahrgastbereich und zum Fahrradverleih. Der Sockelbereich der Bergstation ähnelt jenem der Talstation wie auch die restliche architektonische Gestaltung und fügt sich in das Gelände ein.

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Derzeit befördert die Seilbahn bis zu 80.000 Personen pro Jahr. Die neue Seilbahn wird mit 450 Personen pro Stunde mehr Förderkapazität haben. In 5,40 Minuten Fahrzeit, also schneller als bisher, soll die Zweiseilpendelbahn die maximal 45 Fahrgäste, die in einer Kabine Platz haben, von Bozen nach Jenesien oder von Jenesien nach Bozen bringen. Bei der Bedienung der Mittelstation, die bei der Kreuzung Afing neu dazu kommt, wird die Fahrzeit zwei Minuten länger. Die neue Bahn wird auf der schrägen Länge von 2,5 Kilometern (760 Meter Höhenunterschied) mit nur mehr drei statt bisher sieben Stützen auskommen und einen Takt von 15 Minuten, 10 Minuten oder 7,5 Minuten haben. Der Betrieb erfolgt ohne Kabinenbegleiter und mit fernüberwachter Gegenstation.

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Von: luk

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern

Kommentare

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9 Kommentare auf "Neue Seilbahn Jenesien: Siegerprojekt steht fest"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
wanderratte
wanderratte
Grünschnabel
20 Tage 5 h

Schade, dass man nachgegeben hat und die Seilbahn nicht als Doppelbahn ab der Talferbrücke realisiert, wie ursprünglich vorgesehen. Hätte man 2 Stützen über den Radweg zwischen Talferbrücke und Talstation realisiert, wäre es keine Umweltverschandelung gewesen, man bedenke wieviele Elektromasten bei den Sportplätzen gebaut wurden, dazu die Sportplätze selbst. Ich glaube kaum, dass sich so die Bahn auszahlen wird, viel zu abgelegen. Ich glaube auch nicht, dass die Bewohner der Zone durch die Bahn gestört würden. Vielleicht denken die Verantwortlichen, doch noch nach, ob es nicht doch anders geht.

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
20 Tage 5 h

@ wanderratte

..tja, heutzutage denkt und plant man, weder konventionell noch der Gegend anpassand, ohne Hausverstand…

Hauptsache Beton und “Design” …

cooler Typ
cooler Typ
Tratscher
20 Tage 3 h

A viereggater Klotz! Und des soll des Beste sein wos insere Architekten drauf hoben?

Dublin
Dublin
Kinig
20 Tage 2 h

…lei mehr schiach… 😅

Dagobert
Dagobert
Superredner
20 Tage 3 h

Stündlich soll die neue Bahn 450 Personen transportieren…….
haha glaube kaum dass an einem ganzen Tag so viele Personen von diesem abgelegenen Ort aus diese Bahn in Anspruch nehmen.

TanteEmma
TanteEmma
Grünschnabel
20 Tage 2 h

Wo willschn die Bohn mochn iber Franzensfeste?

TanteEmma
TanteEmma
Grünschnabel
20 Tage 2 h

Mit Kunst hat das nichts zu tun sieht aus wie ein großer Ziegelstein. Der nicht in das Landschaftsbild passt. 0 Verständnis für sowas

werner66
werner66
Superredner
19 Tage 15 h

Da wird mal wieder so richtig großzügig ge- Klotzt. Mit Steuergeld.
Muss eine Seilbahn einen so aufwendigen Eingangsbereich haben?

 

Anja
Anja
Superredner
19 Tage 15 h

erstaunlich…. dieses projekt sieht ja noch… komischer…. aus als das der rittner seilbahn 😂
und ich dachte niemand aus jenesien benutzt die seilbahn, weil sie zu abgelegen liegt? wozu dann so einen riesenklotz? 😂

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