85 Millionen Euro in den Seilbahnsektor investiert

Neun neue Seilbahnanlagen in Kürze einsatzbereit

Freitag, 23. November 2018 | 17:43 Uhr

Bozen – In der beginnenden Wintersaison sind neun neue, komfortable Seilbahnanlagen nutzbar. 2018 wurden rund 85 Millionen Euro in den Seilbahnsektor investiert.
In diesen Tagen nehmen neun neue Seilbahnen und ein Schlepplift ihren Betrieb auf. 19 Anlagen wurden laut Landesamt für Seilbahnen einer Generalrevision unterzogen.

“Lifte und Seilbahnen spielen für einen wettbewerbsfähigen Wintertourismus eine tragende Rolle, in Südtirol wurden 85 Millionen Euro in den Bau neuer Anlagen und den Ersatz bestehender, in die Jahre gekommener Seilbahnen sowie in die Generalrevisionen investiert”, informiert Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Ende 2018 gibt es in Südtirol 361 Seilbahnanlagen. “Wir könnten also pro Stunde mit unseren Liften mehr als die gesamte Bevölkerung Südtirols transportieren, genauer 1472 Personen pro Stunde und Anlage”, sagt Mussner. Der Landesrat verweist auch auf die Bedeutung der Seilbahnbranche mit ihrm  Jahresumsatz von über 330 Millionen Euro für die Wirtschaft und auf die heimischen Herstellerfirmen und die Arbeitsplätze in diesem Bereich.

“In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der Nutzer der Aufstiegsanlagen als umweltfreundliche Transportmittel im Sommer mehr als verdoppelt”, erklärt Markus Pitscheider, Direktor im Landesamt für Seilbahnen, einen sich abzeichnenden Trend.

Besonders sei auch, dass von acht von neun heuer in Südtirol fertiggestellten Seilbahnen mit einem langsam laufenden Direktantrieb, also einem direkt mit der Antriebsscheibe verbundenem Motor, der besonders geräuscharm sei und zudem zehn Prozent weniger Energie benötige als der traditionellen Antrieb, bei dem es zwischen dem schnell laufendem Motor (1500 Umdrehungen/Minute) und der Antriebsscheibe ein Getriebe brauche, so Pitscheider. Erstmals 1999 vom Unternehmen Leitner in Ladurns eingesetzt, habe diese Betriebsart inzwischen weltweit Anwendung gefunden, berichtet der Direktor.

Die einzigen beiden, auf neuer Trasse neu gebauten Anlagen gibt es im Vinschgau. Dort verbindet die neue Zehner-Gondelbahn “St. Valentin-Schöneben” die Skigebiete Haideralm und Schöneben. Eine zweite Kabinenbahn mit dem Namen “Höllental” befördert die Fahrgäste bis zum höchsten Punkt der Skipiste “Jochbahn”. Im Skigebiet Meran 2000 wurde der 1981 gebaute Zweier-Sessellift “Wallpach” durch einen kuppelbaren Sechser-Sessellift ersetzt. Auf der Seiseralm wurde der Zweier-Sessellift “Mezdi” durch eine Sechser-Sesselumlaufbahn ausgetauscht. Ebenso durch eine Sechser-Sesselumlaufbahn abgelöst wurde der Zweier-Sessellift an der Mittelstation Sexten Helm im Skigebiet Drei Zinnen Dolomiten. In Alta Badia kommt nun anstelle des Vierer-Sessellifs “Roby” ebenfalls eine Sechser-Sesselumlaufbahn zum Einsatz. Im Skigebiet Gitschberg-Jochtal wurden der Skilift “Sergerwiese” und der Vierer-Sessellift “Breiteben” die Zehner-Kabinenbahn mit Mittelstation “Ski-Express” ersetzt. Eine Kombibahn mit Sechser-Sesseln und Achter-Kabinen fährt diese Saison im Skigebiet Rosskopf anstelle der Dreier-Sesselbahn “Panorama”. Im Skigebiet Klausberg löst die neue Zehner-Kabinenbahn “Panorama” den Sessellift “Hühnerspiel” ab. Im Kleinstskigebiet Rienz/Toblach transportiert ab dieser Saison ein langer Schlepplift mit Mittelstation die Wintersportler, und zwar anstelle eines Schlepplifts und eines Zweier-Sessellifts.

Neben den rund 73 Millionen Euro, die für den Neubau und die Potenzierung von Aufstiegsanlagen investiert wurden, wurden 13 Millionen Euro für die Generalrevisionen ausgegeben. Rechtzeitig wurden zehn Einseil-Umlaufbahnen und drei fixe Sessellifte nach Durchführung der Generalrevision vom Amt für Seilbahnen abgenommen, während die Abnahmen der Neuanlagen noch voll im Gang sind.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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18 Kommentare auf "Neun neue Seilbahnanlagen in Kürze einsatzbereit"


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anonymous
anonymous
Superredner
18 Tage 59 Min

Wahnsinn, Südtirols Berge voller Seilbahnen u es werden immer mehr,kotz.was wenn die deutschen Urlauber nicht kommen? dann gibts Alteisen zu verkaufen

alpi
alpi
Grünschnabel
18 Tage 4 Min

Hä???? Won was lebst du, etwa nicht vom turismus…? (Direkt oder indirekt) erneuerungen und keine neuen anlagen, wie im artikel steht…

Andreas
Andreas
Superredner
17 Tage 23 h

@alpi bei ins leben sicher die hälfte indirekt vom turismus, i sog sogor nou mear

Willi I.
Willi I.
Grünschnabel
17 Tage 21 h

Vom Jahr 1980 bis zum 31.12.2017 ist die Anzahl der südtiroler Seilbahnanlagen von 438 auf 364 gesunken. (Quelle: ASTAT Schriftenreihe 225 “Seilbahnen in Südtirol”)

Martha
Martha
Tratscher
17 Tage 21 h

Unsere Steuergelder werden so verbraucht und Normalverdiener können sich das nicht mehr leisten-,mit Kindern Skifahren zu gehen !!!

nala
nala
Grünschnabel
17 Tage 21 h

Genau , ist schon luxus geworden ..

traktor
traktor
Universalgelehrter
17 Tage 23 h

kaum zu h
glauben.
warum wird dieser wahnsinn nicht verboten…

Norbi
Norbi
Superredner
17 Tage 20 h

Ich versteh das nicht:
Jahresumsatz von über 330 Millionen Euro und trotzdem gibs vom Steuerzahler 85 Millionen dazu.

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
17 Tage 13 h

Die 85 Millionen sind nicht vom Steuerzahler, sondern die Investitionen der Betreiber.

Norbi
Norbi
Superredner
17 Tage 7 h

@Eppendorf
Wenn ich nicht ganz verblödet bin sind das Beiträge ansonsten würde es unseren Mobilitätslandesrat  kaum interessieren was die Gesellschaften mit ihrem Geld machen.

Andreas
Andreas
Superredner
18 Tage 5 Min

ah perfekt, frei mi schun aufs skifohren

Kurt
Kurt
Kinig
17 Tage 21 h

ich finde die Bezuschussung okay. So wie unsere moderne Mobilität ohne öffentliche Finanzierung praktisch unleistbar würde sind auch diese Anlagen darauf angewiesen zum Wohle des Tourismus, x Arbeitsplätze der Volksgesundheit u.v.a.m.

Norbi
Norbi
Superredner
17 Tage 3 h

@ Kurt

Ist sicher ok einer Gesellschaft oder auch großen Betrieb einmal aushelfen wenn sie kurzfristig mal in eine Krise kommt, zum Beispiel wenn Arbeitgeber den Arbeitnehmer nicht bezahlt aber das sollte nicht zu Selbstverständlichkeit werden. Es hilft aber bei viele nichts wenn Jahrelang Minus gearbeitet wird. Beispiel Flugplatz, Rosskopf Sterzing steht auch nicht gerade gut da wird aber eine Tatabfahrt gebaut wo es kaum noch mal schneit. Tut mir leid aber das finde ich nicht in Ordnung. KH wird geschlossen Pleite Rosskopf kriegt sicher paaaar milliönchen

anonymous
anonymous
Superredner
17 Tage 9 h

Ein Normalsterblicher kann sich den Luxus nicht mehr leisten,aber zum Glück gibt es andere Sportarten zum Nulltarif 

m69
m69
Kinig
17 Tage 7 h

Südtirol das Land der Neider, geht/ schaut  mal Richtung Süden ……

Paul
Paul
Universalgelehrter
16 Tage 7 h

traurig aber wahr , zum ko….und. zum schämen , de Lobbypolitik.!!! In den Städten würden die vielen Mindest – Rentner verhungern ,wenn es nicht die vielen Collette Alimentari von freiwilligen Alpini und andere soziale Bürger , gäbe !!!!

Paul
Paul
Universalgelehrter
16 Tage 6 h

zum ko….und. zum schämen , de Lobbypolitik.!!! In den Städten würden die vielen Mindest – Rentner verhungern ,wenn es nicht die vielen Collette Alimentari von freiwilligen Alpini und andere soziale Bürger , gäbe !!!! Traurig aber Wahr

Paul
Paul
Universalgelehrter
16 Tage 6 h

Bravo
und in den Städten würden die Mindestrentner und ARME ohne den Einsatz zahlloser Freiwilligen , soziale Bürger , und Alpini die “ collette alimentari “ organisieren , glatt verhungern .
Zu schämen , de assoziale Politik

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