Gewerkschaften mit dem Land auf Kriegsfuß

„Null Toleranz“ für Verhandlungsstillstand

Montag, 18. März 2019 | 12:15 Uhr

Bozen – Der Gesetzesentwurf zur Haushaltsänderung 2019 lässt bei den Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes die Wogen hochgehen. Dieser beinhaltet im Haushaltskapitel für Vertragsverhandlungen einen Höchstbetrag von lediglich zwei Millionen Euro jeweils für die Jahre 2019, 2020 und 2021.

Für die Gewerkschaften klingt dies fast wie ein Scherz, wenn man bedenkt, dass jahrelang die Aufnahme von Vertragsverhandlungen gefordert wurden – ohne Erfolg.

Im September 2018 hatte Landeshauptmann Arno Kompatscher den Gewerkschaften noch versichert, dass die Verhandlungen nach den Landtagswahlen aufgenommen werden. Doch wenn dies die Rahmenbedingungen sind, erstickt die Diskussion laut den Gewerkschaften, bevor sie überhaupt beginnen kann. Dies wurde am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz betont.

Daran würden auch die Aussagen des Generaldirektors der Landesverwaltung, Alexander Steiner, nicht viel ändern, der eine Finanzierung von 100 Millionen in Aussicht stellt. „Fraglich bleiben das ob und wann. Denn mittlerweile hat die Glaubwürdigkeit der Landesregierung bei den Gewerkschaften und dem von den Gewerkschaften vertretenen Personal einen Tiefpunkt erreicht“, hieß es auf der Pressekonferenz.

Fakt sei, dass für bestimmte Berufsgruppen sehr wohl Geldmittel gefunden und in kurzer Zeit lockergemacht werden. Begründet werde dies mit den höheren Lebenshaltungskosten im Vergleich zu anderen Regionen und einer höheren Arbeitszeit von 38 Stunden. „Dies gilt aber nicht nur für bestimmte Berufsgruppen, sondern für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Öffentlichen Dienstes!“, so die Gewerkschaften.

Für die Erneuerung des bereichsübergreifenden Kollektivvertrages haben die Gewerkschaften eine Gehaltsaufbesserung von mindestens zehn Prozent gefordert. Dadurch würden die Gehälter lediglich an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst und nicht erhöht. Der bereichsübergreifende Kollektivvertrag betrifft die Bediensteten des Landes, des Gesundheitswesens, der Gemeinden, der Bezirksgemeinschaften, der öffentlichen Altersheime, des WOBI, des Verkehrsamtes von Bozen und der Kurverwaltung von Meran. Hinzu kommen noch die einzelnen Bereichskollektivverträge, die zum Teil seit vielen Jahren nicht erneuert werden.

Die Gewerkschaften haben erstmals am 15. November 2018 und dann noch einmal am 5. Februar 2019 schriftlich die Aufnahme der Verhandlungen für die Erneuerung des bereichsübergreifenden Kollektivvertrages beantragt – bislang ohne offizielle Antwort.

Unter diesen Vorzeichen könnten die Gewerkschaften der Aussage von Generaldirektor Steiner „Keine Panik, auf das Kapitel kommt mehr Geld drauf“ nichts abgewinnen.

„Die Zeit der leeren Versprechungen ist vorbei, die Kostenanalyse hätte längst schon abgeschlossen sein müssen. Daran ändert auch die Ankündigung nichts, die Verhandlungsagentur wieder einzuführen. Die Fachgewerkschaften wollen Tatsachen: ein der lokalen Situation entsprechend gut dotiertes Haushaltskapitel und die sofortige Aufnahme der verschiedenen Vertragsverhandlungen“, hieß es auf der Pressekonferenz weiter. Die Bediensteten werden in flächendeckenden Gewerkschaftsversammlungen genauestens informiert. Ebenso sind Protestmaßnahmen geplant.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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47 Kommentare auf "„Null Toleranz“ für Verhandlungsstillstand"


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nok
nok
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Sagt und mal um wieviel es da geht?
Wieviel Verdient ein Arbeiter beim Land.
Dann diskutieren wir ob es zu wenig ist.

Anna A
Anna A
Neuling
1 Monat 7 Tage

Seit 10 Jahr gleich viel

nok
nok
Tratscher
1 Monat 7 Tage

@Anna A
10 Johr gleichviel…
wieviel???
trausch di nit…. Schamsch di?

Staenkerer
1 Monat 7 Tage

kimmt gonz drauf un ob es sich um a lehrerin oder an schuldiener hondelt, oder um an orzt oder an hilfspfleger …. tat i sogn!

nightrider
nightrider
Superredner
1 Monat 7 Tage

Geasch auf die Stellenausschreibung von einer öffentlichen Institution und dort steht wieviel du als Einstiegsgehalt kriegst z.B. Gemeinde Bozen, Verwaltungsassistent 6 Ebene, d. H. mit Matura 2004 € brutto

elvira
elvira
Superredner
1 Monat 7 Tage

die lait muanen olm dasses in kondesungstellte sou viel besser geat als privat und vor 20 johr wert sel a sou gwesn sein. iaz mechet i auf kuan foll tauschn..und sou viel mear wia a privatungstelltet verdiant men als öffentlich ungstellter nit. a hoteldirektor verdiant a a schweinegeld und a putzfrau nit. a schualdirektor verdiant a schweine geld und a schualdianwr nit sou

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@nightrider
….dann kommt noch das versteckte dazu….

nightrider
nightrider
Superredner
1 Monat 7 Tage

@traktor
Versteckt sind vorallem deine Anspielungen. Entweder du weißt etwas und schreibst es hin oder lass es bleiben.

Savonarola
1 Monat 6 Tage

@nok

das steht auf den Transparenzseiten der Landesverwaltung

Savonarola
1 Monat 6 Tage

@traktor

konkrete Fälle, bitte. danke

Tabernakel
1 Monat 2 Tage

@Savonarola

konkrete Fälle, bitte. danke

Tabernakel
1 Monat 1 Tag

@Tabernakel

Savvi schwächelt gerade.

Franz Josef
Franz Josef
Neuling
1 Monat 7 Tage

da hilft nur eins,von den Gewerkschaften austreten,und weniger Leistung erbringen.die Gewerschaften paktln eh olle mit do Politik.sonst wärs nicht immer so ,für die Ärtze Millionen ,für die Führungskräfte Millionen und die Brotkrümmel für die Kleinen.
diese dann fest kontrollieren und dokumentieren lassenund dann die Vorgesetzten fette Prämien kassieren,so läuft der Hase, wie dumm ist denn eigentlich das Volk mit niederen Rang,hätte normal viel zu sagen, aber anscheinend passt es Ihnen so.
Arbeitnehmervertreter wo hört und spürt man Sie?
es heißt ja immer der Schlaue lebt vom Dummen

Spartacus
Spartacus
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Was sollen die Gewerkschaften machen sie sind nur so stark wie wir hinter ihnen stehen und wie weit wir mit unserer Kampfbereitschaft gehen würden. Mit Deinem Aufruf schwächst Du unseren, noch einzigen Interessensvertreter, erst recht.

peterle
peterle
Superredner
1 Monat 7 Tage

@Spartacus
Ich bin Mitglied bei einer der Gewerkschaften. Bin für einer Anderen Jahrelang unterwgs gewessen. Es wird sicher wieder Versammlungen geben wo die „Führer“ zusammensitzen werden um Einigkeit auszustrahlen. Bei den Verhandlungen will dann Jede das Eigene Wort einbringen. Die Verträge sind seit mehr als einer Dekade verfallen und den wirtschaftlichen Teil für drei Jahre will man mit ca. 50€ abspeisen. Schämt euch Gewerkschafter und Politiker.

Paul
Paul
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Hilft nur eines…. Streiken

LaLuna
LaLuna
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Am besten an Samstagen oder Sonn- und Feiertagen; oder auch an Ferragosto zu streiken wäre ideal

Staenkerer
1 Monat 7 Tage

do ergabs wenigstens sinn! ober de kennen sich es orbeitschwänzn nit leistn … ober somstog, sonntog oder in de feiertog den stodtverkehr laamlegn gang a, in gonzn summer long!

elvira
elvira
Superredner
1 Monat 7 Tage

na bitte weil bei ins in südtirol jemend streikt. und wenn jemend af die stross geat wert fa olle seitn gmault und bleid gret

Erich59
Erich59
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Was hat Kompatscher vor den Wahlen nicht schon alles versprochen. Die nächsten Wahlen stehen schon vor der Tür. Vielleicht sollten wir Arbeitnehmer der SVP einen Denkzettel verpassen.

ghostbiker
ghostbiker
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

war long schun Zeit gewesn…

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Erich59
diese Einsicht kommt leider ein halbes Jahr zu spät…die Wahlen sind vorbei und bis zu den nächsten passiert wieder viel oder in diesem Fall nix

Tratscher
1 Monat 7 Tage

Wieder typisch Landesregierung= SVP. Vor den Wahlen groß ankündigen und versprechen. Und jetzt reden die von irgendwelchen ominösen “Benfits”. Für die Ärzte wurden voriges Jahr 11 Millionen € locker gemacht. Es gibt aber nur 1300 Ärzte. Für die Führungskräfte fünf Millionen und für das Fußvolk sollten gerade einmal 2 Millionen reichen. Aber die Schafe kreuzen immer brav SVP an.

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 7 Tage

Des isch uanfocher gsog als getun denk i… logisch für die Doktor werrt mear geld locker gmocht, weil es herrscht brutaler Ärzte mangel und sie verdianen ollgemein a stuck mear als a “normaler” orbeiter… man will verhindern, dass a 2 klassen Medizin entsteat, wos man ober lei konn, wenn man in die Doktor mear geld gib.. sischt gian sie in die privatwirschaft, wo sie mear verdianen… es isch olm uanfoch gsog, ober wo sollen sie es geld für 10% Lohnerhöhung hernemmen, wias die Gewerkschaften gern hatten? hem glongen 10 mio bei weitem nit

00
00
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Da hilft nur eins: immer fest SVP wählen und beim ASGB eingeschrieben sein

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 7 Tage

i glab kaum dasses a ondere partei besser mocht.. Politiker sein olls die gleichen, egal welche partei… es sein uanfoch plouderer

kleinerMann
kleinerMann
Superredner
1 Monat 7 Tage

Ha, ha, ha . . .seit über 10 Jahren ist bei den Gehaltsverhandlungen für uns Arbeitnehmer Stillstand und nun sind die Gewerkschaften mit der Regierung auf Kriegsfuß . . bin schon gespannt was dabei herauskommt 🙂 . . sicherlich werden nun die Gewerkschaften zig Briefe an die Landesregierung schicken und so gehts es dann die nächsten 10 Jahre weiter. Muss sagen, die “Arbeitnehmer” Gewerkschaften finde ich von Tag zu Tag witziger !

peterle
peterle
Superredner
1 Monat 7 Tage

Interssant finde ich dass Einige der Verhandler der verschiedenen Gewerkschaften ziemlich Nahe an ihr Rentenalter kommen. Diese Damen und Herren können sich damit schmücken dass Sie in den letzten 15 Jahren so gut wie Nichts ereicht haben ausser das eigene Gehalt zu bekommen.

Savonarola
1 Monat 7 Tage

und was trägst du dazu bei?

werner66
werner66
Superredner
1 Monat 6 Tage

Immerhin haben sich die Gewerkschafter für SICH! selbst in Rom einige Sonderregelungen für die Rente ausgehandelt.
Die unterscheiden sich in Nichts von unseren Arbeitnehmern in der SVP.

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

die Arbeitnehmer haben keinen richtigen Vertreter wie zb die Bauern und die Wirtschaft, deshalb kommt auch wenig heraus. daran sind wir aber teilweise selber Schuld, denn wir streiten lieber, anstatt zusammen zu halten. da hat der Arbeiter noch viel zu lernen

Cri
Cri
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Aurelius… Genau so ist es. Die 4/5 Gewerkschaften sind sich uneinig und streiten. Es fehlen kompetente Ansprechpartner. Die Schreier, die teilweise in den Gewerkschaften arbeiten, bringen nichts…

planB
planB
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Wenn ein Arbeitgeber seinem Personal die Anpassung der Lebenshaltungskosten nicht zahlen kann, läuft was schief in der mittelfristigen Finanzplanung des Unternehmens.  Die illegale nichterfolgte Anpassung 2010 bis 2015 spart sich das Land auf alle Ewigkeit!! Auch 2015 bis 2018 wurden nur Brotkrumen verteilt. Man musste sogar allen gleich viel auszahlen, da für die niederen Löhne sonst nichts übrig geblieben wäre. Dann auch noch die Unternehmen auffordern höhere Löhne zu zahlen, obwohl man das selbst scheinbar nicht in der Lage ist, ist schon ein starkes Stück.

Spartacus
Spartacus
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Ein Eis am Stiel im Monat als Aufbesserung anzubieten ist als würde man uns Arbeitnehmer den Mittelfinger zeigen.

Reini62
Reini62
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Bei den eigenen Gehälter ist das Geld immer schnell locker gemacht worden! Sogar steuerfreie Zulagen damit der gewünschte Betrag ja sicher eingeht ! Es ist einfach nur zum schämen!

Kibra
Kibra
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

meine Pension und auch von x anderen pensionisten ist auch schon seit 10 jahren gleich geblieben aber das interessiert die Gewerkschaften anscheinend nicht für die existieren
nur die Landesangestellten.

Mistermah
Mistermah
Kinig
1 Monat 7 Tage

http://www.sgbcisl.it/de/tags/löhne?language=de
Informier dich bevor du … schreibst

Kibra
Kibra
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

liebe Gewerkschaften es gibt auch noch andere Arbeitnehmer für die ihr euch stark machen könnt und die noch wesentlich weniger verdienen
oder existiern für euch nur sie traurig aber so scheint es.

peterle
peterle
Superredner
1 Monat 7 Tage

Dafür gibt es die einzelnen Fachbereiche.

Clemmy
Clemmy
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

“Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes” – hier handelt es sich um EIGENE Gewerkschaften, die sich um das Landespersonal kümmert.

silas1100101
silas1100101
Superredner
1 Monat 7 Tage

Ein ungelernterLandesangestellter verdient ca 300€ im Monat mehr als ein Metallarbeiter!!

S.i.T
S.i.T
Neuling
1 Monat 7 Tage

Hallo Franz Josef, man könnte sicher mehr erreichen wenn wir alles solche „Klugscheißer“ wie dich hätten 😬😡

silas1100101
silas1100101
Superredner
1 Monat 7 Tage

Das Land sollte noch 1 Million drauf packen aber dann sollte es gut sein!!

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Wie überall…der Unterschied zwischen fleissig und reich ist inakzeptabel und unerträglich.

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

das geld wurde für bedürftige aus afrika ausgegeben also nicht maulen.
selbst schuld…

centralina
centralina
Neuling
1 Monat 6 Tage

Im September 2018 hatte Landeshauptmann Arno Kompatscher den Gewerkschaften noch versichert, dass die Verhandlungen nach den Landtagswahlen aufgenommen werden… BLABLABLA
Kaum die Wohln uma, olls wiedo vogessn, Herr Londeshauptmonn, wos???????
Obo fleißig ba olle Wohln wiedo de wähln! Selbo Schuld!!!

andr
andr
Superredner
1 Monat 20 h

3€ juchuuuuuuuuu eppes isch eppes

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