Preisschub ab März 2024 erwartet

Pellets viel günstiger als im letzten Winter, doch noch nicht wie 2021

Donnerstag, 25. Januar 2024 | 10:34 Uhr

Margreid – Auch nach den Turbolenzen auf den Energiemärkten ist das Heizen mit Pellets günstig. Bei den Brennstoffkosten je kWh liegt der Preis für Hackschnitzel und Stückholz bei rund der Hälfte. Hingegen sind Fernwärme (Biomasse), Erdgas, Flüssiggas und Heizöl rund 50 bis 100 Prozent teurer.

Die gute Nachricht ist, dass die Pelletpreise wieder gefallen sind, und zwar, laut Daten von Altroconsumo/AIEL, um fast 40 Prozent im Vergleich zum letzten Winter. Aber immer noch sind sie im Vergleich zu 2021 um 34 Prozent höher. „Dies zeigt wieder einmal auf, dass der Rückwärtsgang bei den Preisen immer langsam ist und nicht leicht wieder zum ursprünglichen Niveau zurückkehrt“, erklärt der Verbraucherschutz Verein Robin aus Margreid. Die Preise für 15-kg-Säcke sind von in etwa fünf Euro im Jahr 2021 auf elf Euro im Jahr 2022 gestiegen und im Winter 2023/2024 auf sechs Euro gefallen.

Die schlechte Nachricht könnte sich laut Robin Anfang März 2024 einstellen. Denn dann endet, so wie im Haushaltsgesetz vorgesehen, der begünstigte Mehrwertsteuersatz von zehn Prozent auf den Verkauf von Pellets und der Normalsatz von 22 Prozent tritt wieder in Kraft. Wahrscheinlich führe dies zu einem erneuten Preisschub. Eine Nachbestellung auf Vorrat könnte sich also auszahlen, empfiehlt Robin.

Der Geschäftsführer des Verbraucherschutzvereins Robin Walther Andreaus sieht das Heizen mit Pellets trotzdem positiv: “Im Vergleich des jährlichen CO2-Ausstoßes verschiedener Heizsysteme schneidet Holz bilanziell sehr gut ab, wenn man die Bindung von CO2 aus der Atmosphäre während der Wachstumsphase der Bäume mit einbezieht. Holz zählt zu den erneuerbaren Energien, denn die Energie der Sonne wird über die Photosynthese in Biomasse umgewandelt. Die Beheizung des Hauses mit Holzpellets ist eine wirtschaftliche und nachhaltige Wahl. Wirklich nachhaltig wäre es, wenn lokale Kreisläufe einbezogen würden. Doch dazu braucht es eine Energiepolitik für die Menschen, die diesen Namen verdient. Aber auch beim Heizen mit Holz entstehen Schadstoffe und Feinstäube, die Umwelt und Gesundheit belasten. Daher ist gutes Brennmaterial notwendig auch um die Anlagen zu schützen.”

Von: mk

Bezirk: Überetsch/Unterland

Kommentare

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5 Kommentare auf "Pellets viel günstiger als im letzten Winter, doch noch nicht wie 2021"


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ieztuets
ieztuets
Universalgelehrter
1 Monat 17 h

Eigentlich sollte Fernwärme (sprich Hackschnitzel aus Holz-/abfällen) wie immer angepriesen, das günstigste und für die Umwelt Beste sein… aber hier schneiden sich die Betreiber zu viel vom guten Kuchen ab?

So ist das
1 Monat 15 h

Die Regierung Meloni mach das Leben schwerer 🤔

nikname
nikname
Universalgelehrter
1 Monat 15 h

noch spüre ich nix davon

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
1 Monat 10 h

@so ist das
das haben schon die Regierungen zuvor gemacht, in kleine und großen Schritten. Gesetze über Gesetze, Steuern auf Steuern……

krokodilstraene
krokodilstraene
Universalgelehrter
30 Tage 18 h

Auch Holz oder Hackschnitzel verbrennen ist nicht “umweltfreundlich”!
Auch wenn die Ökobilanz insgesamt ausgeglichen erscheint, da das entweichende CO2 ja im Holz gebunden war und wieder im Holz gebunden wird, dauert das Jahre!
Das Problem der Luftwerte und damit der Klimaerwärmung haben wir aber heute!!!

Deswegen muss allgemein der Schritt gemacht werden, um von der Verbrennung generell wegzukommen!!!

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