Prämierung der TeilnehmerInnen am landesweiten Radwettbewerb

Sechs Mal radelnd die Welt umrundet

Montag, 24. September 2018 | 12:45 Uhr

Meran – In Rahmen des Radflohmarktes, welches das Amt für Umwelt und Mobilität der Stadtgemeinde Meran am Samstag auf dem Thermenplatz zur Europäischen Mobilitätswoche organisiert hat, fand auch die Prämierung der TeilnehmerInnen am landesweiten Radwettbewerb “Südtirol Radelt” statt. Jeder Meraner – insgesamt 175 BürgerInnen haben die von ihnen gefahrenen Kilometer regelmäßig eingetragen – hat im Durchschnitt 1.148 km auf dem Drahtesel zurückgelegt. Gemeinsam haben sie fast sechs Mal die Welt umrundet.

Will man diese sportliche Leistung gleich auch in eine Umwelt- und Sozialbilanz umrechnen, so wurden damit 47.000 Euro an Autokosten und so viel Tonnen an Kohlendioxid eingespart, wie ein 1.050 Quadrameter großer Wald jährlich filtern kann. Sechzig Prozent TeilnehmerInnen waren Männer, vierzig Prozent Frauen. “RadfahrerInnen sichtbar machen”: Das war das Motto der diesjähigen Auflage des Radwettbewerbs. So haben auch alle, die bei der Preisverleihung anwesend waren, als Geschenk ein leuchtendes Hosenband und Katzenaugen für ihren Drahtesel bekommen.

Manche denken, dass ein defektes Licht am Fahrrad nicht viel ausmacht, denn sie können bei Dämmerung oder Dunkelheit doch durch die Straßenbeleuchtung genug sehen. Das heißt aber noch lange nicht, dass andere den lichterlosen Radler rechtzeitig bemerken. Schon bei Dämmerung und erst recht im Dunkeln sehen Menschen bis zu 80 Prozent schlechter als im Hellen. Bei Dunkelheit werden dunkel gekleidete Personen erst aus 25 bis 30 Metern wahrgenommen. Personen, die reflektierende Kleidung tragen, werden hingegen schon in einer Entfernung von 130 bis 160 Metern gesehen.

Wer radelt, schont nicht nur Umwelt und Geldbeutel, er tut auch seiner eigenen Gesundheit etwas Gutes und leistet einen wichtigen Beitrag, damit die Allgemeinheit besser mobil sein kann. Auf einer Straße, auf der bis zu 2.000 Auto Platz haben, können nämlich bis zu 10.000 Radfahrer verkehren.
Zwanzig Prozent alle Wege legen die MeranerInnen mit dem Rad zurück, mehr als die Hälfte von ihnen benutzen das Fahrrad mehrmals die Woche, um sich in der Stadt zu bewegen.

Zur Förderung der Radmobilität hat nun die Stadtgemeinde Meran Verstärkung bekommen: Kürzlich wurde auch in Südtirol der Verband der Radfreunde (FIAB: Federazione Italiana Amici della Bicicletta) gegründet. Dieser setzt sich für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes und für ein fahrradfreundliches Klima ein.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

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