Eine Investition in die Sicherheit

Skiservicetechniker: Qualität und Sicherheit haben Priorität

Donnerstag, 28. September 2017 | 13:13 Uhr

Bozen – Ein moderner Skiservice- und Verleihbetrieb erfordert gut ausgebildete Fachkräfte, um die notwendige Qualität für sicheren Skispaß garantieren zu können. Gestern haben über 50 Südtiroler Skiservicetechniker über diese Herausforderungen diskutiert.

Die Qualität des Service, die Ausbildung in den Betrieben, die Sicherheit des Materials durch professionelle Präparierung und Wartung sowie notwendige Investitionen, um den aktuellen Stand der Technik folgen zu können, gehörten zu den Kernthemen des gestrigen Treffens der Skiservicebranche. „Nur durch eine angemessene und entsprechende Ausstattung können wir unseren Kunden die höchste Sicherheit bieten. Es genügt allerdings nicht, über diese zu reden und sie als Leistung zu verkaufen, man muss sie auch tagtäglich leben“, betonte der Obmann der Skiservicetechniker im lvh Roberto Moling. Grundvoraussetzung hierfür sei die fundierte Ausbildung von Unternehmern und ihrer Mitarbeiter. „Ein guter Skiservicetechniker verfügt über das gesamte Know-how eines Skis sprich Material, Komponenten, Reaktionsmöglichkeiten auf dem Schnee kombiniert mit dem Können des Schifahrers. Wenn eine Bindung zu leicht aufschnappt oder sich im Falle eines Sturzes nicht öffnet, kann dies für den Skifahrer sehr gefährlich werden. Umso wichtiger ist eine umfassende Beratung von Seiten des Skiservicetechnikers“, erklärte der Ausbildungsleiter der Lehrgänge für Skiservicetechnik Ernst Messner. Welche Bedeutung die professionelle Bearbeitung des Materials hat, erläuterte auch Oskar Zorzi, Einsatzkoordinator der Flugrettung Südtirol und Flugretter. Viel zu viele Unfälle passierten aufgrund von unsicheren und übermütigen Skifahrern oder nicht professionell bearbeiteten Materialien.

Eine Investition in die Sicherheit

Italienweit gibt es knapp 1.000 Skiservice- und Verleihbetriebe. Nicht alle erfüllen die Voraussetzungen für garantierte Sicherheit auf der Piste. „Ein professioneller Skiservicetechniker investiert auch in einen modernen Maschinenpark“, unterstrich der Generaldirektor von Wintersteiger Italia Christian Thaler, „wer einen professionellen Service anbietet und auch konkurrenzfähig bleiben will, arbeitet mit modernen Geräten und Maschinen.“
Im Vergleich zum gesamten Staatsgebiet nimmt Südtirol eine Vorreiterrolle ein, was sicheren Wintersport betrifft. „Qualität muss aber auch überprüfbar sein und darum kann eine Qualitätsmarke wie das seit Jahren bestehende „Leading Service“ ein gutes Instrument sein, um diese zu kommunizieren und zu verlangen“, meinte Alfredo Tradati, Experte und Autor von www.outdoortest.it aus Mailand.

In einer abschließenden Diskussion diskutierten die anwesenden Skiservicetechniker der Veranstaltung über diese Herausforderungen und Kernaufgaben und waren sich einig: Qualität und Ausbildung müssen absolute Priorität haben.
Aufgrund des großen Interesses im Sektor wurde angeregt einen regelmäßigen Arbeitstisch einzurichten, um die einzelnen Themen noch weiter zu vertiefen. Gespannt darf man auf die Messe Prowinter im April 2018 sein, wo die Neuheiten der Branche präsentiert werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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