Unternehmen müssen ihre Umweltkommunikation anpassen

Strengere Regeln gegen Greenwashing

Dienstag, 07. Juli 2026 | 09:49 Uhr

Von: mk

Bozen – Die neue EU-Richtlinie 2024/825 verschärft die Regeln gegen Greenwashing und verpflichtet Unternehmen zu transparenter Umweltkommunikation. Die Handelskammer Bozen unterstützt die Südtirol Betriebe mit gezielten Weiterbildungsangeboten bei der Umsetzung der neuen Vorgaben.

Greenwashing rückt zunehmend in den Fokus der europäischen Gesetzgebung. Darunter versteht man die irreführende Darstellung von Produkten, Dienstleistungen oder Unternehmenspraktiken als umweltfreundlich, obwohl diese Angaben nicht ausreichend belegt sind. Solche Praktiken gelten als unlautere Geschäftspraktiken und können sowohl rechtliche als auch imagebezogene Risiken für Unternehmen mit sich bringen.

Mit der neuen EU-Richtlinie 2024/825 zur Stärkung der Verbraucherinnen und Verbraucher im ökologischen Wandel werden die Anforderungen an die Umweltkommunikation deutlich verschärft. Ziel dieser Bestimmungen ist es, mehr Transparenz zu schaffen und Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Aussagen zu schützen. Unternehmen sind künftig verpflichtet, ihre Umweltaussagen klar, nachvollziehbar und überprüfbar zu gestalten.

Die Richtlinie bringt eine Reihe neuer Anforderungen mit sich. Unternehmen müssen ihre Werbeaussagen sorgfältig prüfen und sicherstellen, dass diese den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Unklare, übertriebene oder nicht belegbare Aussagen über Nachhaltigkeit müssen vermieden werden. Gleichzeitig bietet die neue Rechtslage Unternehmen die Möglichkeit, sich durch glaubwürdige und transparente Kommunikation positiv im Wettbewerb zu positionieren.

„Die neuen EU-Vorgaben stellen Unternehmen vor wichtige Anpassungen, bieten aber gleichzeitig die Chance, Vertrauen aufzubauen und sich klar vom Wettbewerb abzuheben. Eine transparente und rechtskonforme Kommunikation wird künftig ein zentraler Erfolgsfaktor sein“, erklärt Eleonora Chiappini, Direktorin des Amtes für Umwelt- und Wettbewerbsschutz der Handelskammer Bozen.

Um die Südtiroler Unternehmen bei der Umsetzung der neuen Vorgaben zu unterstützen, organisiert die Handelskammer Bozen im September gezielte Weiterbildungsveranstaltungen. Im Rahmen von Online-Webinaren erhalten die Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick über die neue Richtlinie sowie konkrete Beispiele für unlautere Geschäftspraktiken. Zudem werden Instrumente vermittelt, mit denen Risiken erkannt und eine rechtskonforme Nachhaltigkeitskommunikation entwickelt werden kann.

Die Live-Webinare finden am 24. September 2026 in deutscher Sprache sowie am 29. September 2026 in italienischer Sprache statt. Beide Veranstaltungen beginnen um 10 Uhr und dauern eine Stunde. Die Teilnahme ist kostenlos. Man kann sich bereits jetzt unter www.wifi.bz.it zu den Webinaren anmelden.

Bezirk: Bozen

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