ASTAT-Erhebung

Südtirols Exporte erreichen 2025 neuen Höchstwert

Mittwoch, 11. März 2026 | 10:59 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Südtiroler Wirtschaft hat im Jahr 2025 einen neuen Exportrekord erzielt. Wie aus aktuellen Daten des Landesinstituts für Statistik ASTAT hervorgeht, wurden Waren im Wert von 7,7 Milliarden Euro ins Ausland exportiert. Das entspricht einem leichten Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2024.

Allein im vierten Quartal 2025 exportierten Südtiroler Unternehmen Waren im Wert von 1,94 Milliarden Euro. Damit lagen die Ausfuhren 4,2 Prozent über dem Wert des gleichen Zeitraums im Vorjahr. Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 ergibt sich jedoch ein saisonbereinigter Rückgang um 1,4 Prozent.

Deutschland bleibt wichtigster Handelspartner

Wichtigster Absatzmarkt für Südtiroler Produkte bleibt weiterhin Deutschland. Dorthin gingen im Jahr 2025 29,3 Prozent aller Exporte. Allerdings verzeichneten die Ausfuhren in dieses Land einen deutlichen Rückgang von 8,6 Prozent beziehungsweise rund 212 Millionen Euro.

Weitere wichtige Zielländer innerhalb Europas sind Österreich mit 9,9 Prozent sowie Frankreich mit 5,8 Prozent der gesamten Ausfuhren. Außerhalb Europas gingen 10,4 Prozent der Exporte nach Amerika und 7,3 Prozent nach Asien.

Lebensmittel wichtigster Exportsektor

Nach Warengruppen betrachtet stellen Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren mit 17,1 Prozent den größten Anteil an den Südtiroler Exporten. Dahinter folgen Maschinen und Apparate mit 14,6 Prozent sowie elektrische Ausrüstungen mit 13 Prozent.

Trotz der schwächeren Nachfrage aus Deutschland konnte Südtirol damit insgesamt ein Rekordniveau bei den Ausfuhren erreichen.

Unternehmerverband zufrieden aber auch besorgt

Der Südtiroler Unternehmerverband zeigt sich insgesamt zufrieden: “Die Südtiroler Exportwirtschaft hat sich 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil entwickelt: Laut Astat stiegen die Ausfuhren leicht auf 7,7 Milliarden Euro (+0,3 Prozent). Während die Exporte in europäische Länder – vor allem in den wichtigsten Markt Deutschland – zurückgingen, legten sie in außereuropäischen Märkten deutlich zu, etwa in den USA (+8,4 Prozent) und nach Asien (+5,4 Prozent). Insgesamt konnte das Wachstum außerhalb der EU die Rückgänge in Europa mehr als ausgleichen. Wichtigste Exportsektoren waren Lebensmittel, Maschinen und elektronische Geräte.” Der Unternehmerverband Südtirol warnt jedoch angesichts geopolitischer Spannungen und steigender Kosten vor zunehmenden Unsicherheiten für die kommenden Monate.

Bezirk: Bozen

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