„Obelisco“ schrieb Verluste von über 75 Prozent

VZS: Poste muss Schaden durch Fondo Obelisco ersetzen

Mittwoch, 12. Oktober 2016 | 20:32 Uhr

Bozen – Zehntausende italienische SparerInnen haben ihr mühsam Erspartes in den Fonds „Obelisco“ investiert, der von der Italienischen Post noch im Jahr 2005 platziert wurde. Gemäß den Ende 2015 verfügbaren Zahlen waren je ursprünglich investierte 20.000 Euro gerade noch mal 4.828 Euro übrig – ein Verlust von über 75 Prozent.

Nach Meinung der VZS könnte sich eine Verantworung von Poste bei der Platzierung dieses Finanzprodukts abzeichnen, da der Fonds trotz eines „mittel-hohen“ Risikos und einer langen Laufzeit (10 Jahre + 3 Jahre „Gnadenfrist“) auch an SparerInenn mit niedriger bzw. mittlerer-niedriger Risikoneigung sowie an Senioren verkauft wurde.

Auch scheint es, dass Poste bei der Platzierung nicht immer das Risikoprofil der KundInnen eingeholt hätte. In anderen Fällen wieder wäre der bestehende Interessenskonflikt nicht korrekt und normgemäß aufgezeigt worden.

Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hat daher Prof. RA Massimo Cerniglia beauftragt, die einzelnen Fälle zu begutachten, um die Einreichung einer weit gefassten Klage zur Rückholung der investierten Gelder abwägen zu können.

Alle VerbraucherInnen, die in den vergangenen Jahren Quoten des Fonds Obelisco erworben haben, können mit der VZS Kontakt aufnehmen, um die Dokumentation des eigenen Falls begutachten zu lassen.

Von: ka

Bezirk: Bozen

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