AVS für CO2-reduziertes Bergsteigen

Welches Image möchte Südtirol?

Mittwoch, 14. Juli 2021 | 18:18 Uhr

Bozen – Klimafreundliche Länder sind Vorzeigebeispiele und nachahmenswert. Der sanfte Tourismus gehört zur Trendwende und wird sich langfristig durchsetzen, daher sind Südtirols Entscheidungen im Bereich Tourismus und Umwelt folgenreich. Heute wird genau hingesehen. Welches Image möchte sich die Marke “Südtirol” verpassen?

Letztens bekam Südtirol von Legambiente wegen des umweltschädlichen Flughafens eine schwarze Flagge. Die hohen, umweltschädlichen Emissionen durch Flugzeuge sind bekannt. Eine unversehrte Natur, eine Oase der Ruhe, ist bei Touristen hoch angesehen und begehrt.

Der AVS möchte den umweltfreundlichen Weg gehen, fördern und spricht sich für eine CO2-Reduktion beim Bergsteigen aus.

Klimafreundliches Bergsteigen:

Der AVS will mit möglichst kleinem CO2-Rucksack in die Berge.

Der Klimawandel wirkt sich besonders stark auf die Alpen aus. Auch die Bergsportler sind davon betroffen – tragen aber insbesondere durch ihr Mobilitätsverhalten zum Klimawandel bei. Mit den AVS-Aktionen „#MeinHausberg“ und „Wandern ohne Auto“ appelliert der AVS an alle Bergsportler, den eigenen ökologischen Fußabdruck im Auge zu behalten. Auch der Club Arc Alpin (CAA) – ein Zusammenschluss der Alpenvereine im Alpenbogen, dem auch der AVS angehört – ermutigt mit soeben veröffentlichten Illustrationen zum klimafreundlichen Unterwegssein in den Bergen.

In den Bergen schwinden die Gletscher, die Schneesaison verkürzt sich und der auftauende Permafrost führt zu Instabilitäten, um nur die offensichtlichsten Veränderungen zu nennen. Dieser Wandel hat weitreichende Auswirkungen auf den Tourismus, die Energieproduktion, die Wasserversorgung, die Naturgefahren, das Landschaftsbild und die Biodiversität in den Bergen. Auch die Bergsportler tragen zum Klimawandel bei, daher ruft der Alpenverein Südtirol seine Mitglieder sowie alle Bergsportler dazu auf, sich möglichst klimafreundlich zu bewegen.

Wandern ohne Auto

Für den AVS ist Mobilität & Bergsport ein brennendes Thema. Neben einer Reihe an Broschüren mit Wandertipps wurden viele „Wandern ohne Auto“-Tourentipps im vereinseigenen Magazin Bergeerleben oder auf dem Tourenportal alpenvereinaktiv.com veröffentlicht. Das gut ausgebaute Netz öffentlicher Verkehrsmittel in Südtirol erleichtert klimafreundliche Mobilität und macht beispielsweise Überschreitungen von Tal zu Tal oder Touren mit unterschiedlichem Start- und Endpunkt möglich. Viele AVS-Sektionen und Ortsstellen führen Vereinstouren mit Bussen durch oder bilden bei Kursen Fahrgemeinschaften.

Aktion #MEINHAUSBERG

Der AVS hat mit #MEINHAUSBERG eine Aktion ins Leben gerufen, die im und außerhalb des Alpenvereins dazu animieren soll, den eigenen Hausberg mit „fairen“ Mitteln, d. h. entweder nur mit Muskelkraft (zu Fuß, Rad) oder mithilfe öffentlicher Verkehrsmittel vom Heimatort aus zu besteigen. Die Idee dahinter: die unternommenen Hausberg-Touren mit dem Hashtag #MEINHAUSBERG auf den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, und somit noch mehr Bergsportler zu einer umweltfreundlichen Fortbewegung zu motivieren.

Acht Alpenvereine wollen mit möglichst kleinem CO2-Rucksack in die Berge

Gemeinsam mit dem Club Arc Alpin – einem Zusammenschluss von acht Alpenvereinen im Alpenbogen, dem auch der AVS angehört – hat der AVS zur Sensibilisierung verschiedene Illustrationen von Georg Sojer mit folgender Botschaft ausarbeiten lassen: Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat eine viel bessere Ökobilanz als jene mit dem motorisierten Individualverkehr und kommt auch der lokalen Bevölkerung zugute, die durch Lärm, Abgase und Stau geplagt ist. Auch der Bergsportler kommt entspannter ans Ziel, er kann sich im Zug oder Bus in Ruhe auf die Bergtour vorbereiten und nicht nur klimafreundlich, sondern auch stressfrei anreisen.

 

 

 

 

 

 

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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9 Kommentare auf "Welches Image möchte Südtirol?"


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Stefa
Stefa
Tratscher
22 Tage 1 h

Das ganze Gift das die Bauern in unsere Luft verspritzen kommt dabei aber nicht zur Sprache…. Um nicht von den Bienen und Schmetterlingen zu sprechen die ich nur noch so selten sehe….

Sag mal
Sag mal
Kinig
21 Tage 14 h

Stefa war auch m erster Gedanke.Gülle und Pestizide.Davon erholt Sich ST lange nicht mehr.Macht mal Proben von Böden,Wasser🤨

Galantis
Galantis
Grünschnabel
21 Tage 5 h

@Stefa
..aber Handy und Internetkonsum ist CO2 freundlich!

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
21 Tage 1 h

Die modernen PSM entsprechen keiner Giftklasse mehr. Wenn du die Biologen meinst dann kannst du recht haben. Bodenbearbeitung mit Bürste und Krümler zerstören 60 bis 95 % der Regenwürmer.

Server
Server
Superredner
21 Tage 13 h

Finde ich alles gut und recht. Allerdings müsste Legambiente dann mehrere schwarze Flaggen verteilen, nicht nur Bozen hat CO2 Emissionen durch Flugzeuge.

Offline
Offline
Kinig
21 Tage 4 h

@Server…die ◼ Flagge für den Flugplatz Bozen ist doch entweder politischer Klamauk oder eine “Auftragsarbeit”. Sollte es der Legambiente wirklich allein um die Umwelt gehen, könnte sie entlang aller Alpen-, Dolomiten- und sonstigen Pässe in und nach Südtirol, die Jahr für Jahr von Hunderttausenden von Motorrad- und Autotouristen “beglückt” werden 😤, die Gipfelkreuze gegen ebensolche ◼ Flaggen austauschen.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
21 Tage 1 h

Legaambiente ist ein Spendenverein mit leichten linksdrall

Offline
Offline
Kinig
21 Tage 10 h

CO2 reduziertes Bergsteigen ? Da kommt bestimmt demnächst ein Verbot oder zumindest eine Empfehlung, am Tag davor keine Hülsenfrüchte und kohlhaltige Speisen zu verzehren..😉

PhilGrill
PhilGrill
Grünschnabel
21 Tage 10 h

Ein absolut zu unterstützender Vorschlag. Das eigentliche CO2 Probelm in den Bergen sind aber nicht die Wanderer die auf den Berg fahren um wandern zu gegen, sonder die die als Freizeitbeschäftigung über den Berg drüberfahren wollen ohne wandern zu gehen.

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