Gewerkschaft warnt vor erhöhtem Unfallrisiko zu Wochenbeginn und -ende

Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Dienstag, 28. April 2026 | 17:26 Uhr

Von: luk

Bozen – Anlässlich des Welttags für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz haben die Generalsekretäre des SGBCISL auf aktuelle Zahlen zu Arbeitsunfällen hingewiesen und mehr Prävention gefordert.

Laut Daten der INAIL ereignen sich in Italien besonders viele tödliche Arbeitsunfälle zu Beginn und am Ende der Arbeitswoche: 21,8 Prozent am Montag und 20,6 Prozent am Freitag – insgesamt fast 43 Prozent. Als Ursachen nennt die Gewerkschaft unter anderem geringere Aufmerksamkeit nach dem Wochenende sowie Zeitdruck vor dem Wochenende.

Deutlich erhöht ist zudem das Risiko für ausländische Beschäftigte: Sie haben laut INAIL eine 2,5-mal höhere Wahrscheinlichkeit, bei der Arbeit ums Leben zu kommen als italienische Arbeitnehmer. Gründe seien häufig gefährlichere Tätigkeiten, weniger Kontrollen und unzureichende Schulungen.

Auch Berufskrankheiten nehmen weiter zu. 2025 wurden landesweit 98.463 Fälle gemeldet, ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. In Südtirol registrierte INAIL im selben Jahr 13.957 Arbeitsunfälle, was einem Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.

Die Gewerkschaft fordert erneut verstärkte Maßnahmen zur Prävention, darunter bessere Schulungen, konsequente Kontrollen und wirksamere Sanktionen. Zudem brauche es eine stärkere Verantwortung der Arbeitgeber über bloße Absichtserklärungen hinaus.

Bezirk: Bozen

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