Wertvolles Gut

Weltwassertag 2021: „Wir feiern das Bozner Wasser“

Montag, 22. März 2021 | 08:01 Uhr

Bozen – Anlässlich des Weltwassertags am 22. März lädt die Gemeinde Bozen auf Initiative des Stadtviertelrats Zentrum-Bozner Boden-Rentsch und in Kooperation mit der SEAB AG die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, Leitungswasser auch unterwegs zu genießen und dieses wertvolle Gut mit Respekt zu behandeln.

Gut, günstig, frisch und umweltfreundlich dazu – das Bozner Wasser unterliegt strengen Kontrollen und weist eine hervorragende Qualität auf. Wer es regelmäßig trinkt und auf verpackte Getränke verzichtet, produziert deutlich weniger Müll und spart dabei. Denn 1.000 Liter Leitungswasser kosten ungefähr so viel wie drei Liter verpacktes Mineralwasser. Es ist also mehr als empfehlenswert, immer eine Trinkwasserflasche mitzunehmen und sie unterwegs an einem der über 70 städtischen Trinkbrunnen nachzufüllen. Gerade in diesen Wochen werden die Brunnen seitens der Stadtgärtnerei und der SEAB AG geputzt und wieder aktiviert. Ihre genaue Position ist jetzt auch in der App „Junker“ verfügbar: Mit dem Klick auf den Menüpunkt „Karte“ bekommt der App-Nutzer den Stadtplan mit allen verfügbaren Trinkbrunnen (keine Springbrunnen) angezeigt und kann sich so besser orientieren.

seab

„Unser Leitungswasser ist eines unserer wertvollsten Güter, das weltweit zunehmend knapper wird. Wir müssen es sorgsam und respektvoll behandeln. Die städtischen Trinkbrunnen sind für alle da und anlässlich des Weltwassertags laden wir die BürgerInnen dazu ein, sie zu nutzen aber auch gut zu behandeln: Den Hahn wenn möglich nach Gebrauch zu schließen, die Druckknöpfe mit Vorsicht zu handhaben und keine Abfälle in die Brunnen zu werfen“, erklärt die Stadträtin für Umwelt Chiara Rabini.

Um die Boznerinnen und Bozner für die hohe Qualität ihres Trinkwassers zu sensibilisieren, startet die Gemeinde, auf Initiative des Stadtviertelrats Zentrum-Bozner Boden-Rentsch und in Kooperation mit der SEAB AG, eine Informationskampagne: „Mit unserer gemeinsamen Aktion möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern den außerordentlichen Wert und die hohe Qualität ihres Trinkwassers näher bringen und sie dazu einladen, dieses wertvolle Gut jederzeit und mit Stolz zu genießen. Die Informationskampagne sieht vor, dass wir jeden 22. des Monats das Thema ‚Bozner Wasser‘ aus einem anderen Blickwinkel beleuchten. Heute beginnen wir mit den grundlegenden Informationen zur Herkunft, zum Verbrauch und zu den Kontrollen des Bozner Wassers, in den nächsten Monaten werden wir die gesundheitlichen Aspekte, die Vorteile sowie das Wassersparen behandeln“, fügt Robert Auer, Mitglied des Stadtviertelrats Zentrum-Bozner Boden-Rentsch hinzu.

Das Bozner Wasser – einige Daten und Fakten

Die Bozner Bürger und Unternehmen verbrauchen durchschnittlich 222 Liter Wasser pro Kopf und Tag – das sind 8,7 Millionen Kubikmeter in einem Jahr. Die SEAB AG bezieht Wasser aus 12 Brunnen im Wasserschutzgebiet des Bozner Beckens und aus vier Quellen im Eggental und Kohlern. Das städtische Wasserleitungsnetz erstreckt sich über 191 Kilometer und ist mit zehn Wasserspeichern mit einer Gesamtkapazität von 13.000 Kubikmetern ausgestattet.

Mit seinem ausgewogenen Gehalt an gelösten Mineralien, einem neutralen pH-Wert (knapp über sieben) und einem geringen festen Rückstand (je nach Probeentahmestelle zwischen ca. 100 und 200 mg/l) kann das Bozner Wasser als „leicht mineralhaltig“ eingestuft werden. Das im Netz verteilte Wasser wird in keiner Weise behandelt (mit Ausnahme des Kardauner Brunnens und der Kohlerer Quelle).

Die Qualität des Bozner Trinkwassers wird ständig kontrolliert. Die Gemeinde Bozen als „Hersteller“ des Nahrungsmittels Trinkwasser kontrolliert die Qualität durch die SEAB AG, die die Proben von den verschiedensten Probenahmepunkten entnimmt, welche über das gesamte Trinkwassernetz verteilt sind, von den Quellen über die Speicherbecken bis hin zum Endkunden. Jährlich führt SEAB in Abstimmung mit dem öffentlichen Hygiene- und Gesundheitsdienst mehr als 100 Qualitätskontrollen mit chemischen und bakteriologischen Analysen des Wassers in den Anlagen und im Wassernetz durch, um die Einhaltung der für Trinkwasser festgelegten gesetzlichen Parameter zu überprüfen. Als Zusatzgarantie für die Qualität des Trinkwassers führt der Sanitätsbetrieb zusätzliche Überraschungskontrollen durch.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz