Brixner Bürger bezahlen dank innovativem Wiegesystem nur mehr den effektiv entsorgten Abfall

Weniger zahlen bei weniger Restmüll in der Tonne

Mittwoch, 19. April 2017 | 10:24 Uhr

Brixen – Wer in Brixen seinen Restmüll über die Tonne entsorgte, zahlte bislang für das Fassungsvermögen, egal ob die Tonne halbleer oder voll war. Ein Verrechnungsmodus, wie er landesweit üblich ist.

Seit Anfang des Jahres kann die Stadtwerke Brixen AG das effektiv anfallende Gewicht der Restmülltonnen verrechnen. Möglich ist dies durch das homologierte Wiegesystem der Firma KGN aus Vicenza, mit dem die Müllsammelfahrzeuge in Brixen ausgestattet wurden. KGN erhielt als erste italienische Firma die Zertifizierung des dynamischen Wiegesystems. Dieses System ermöglicht es, das Brutto- und Nettogewicht der Tonnen während der Entleerung festzustellen, ohne den Entleerungsvorgang zu behindern bzw. zu verzögern.

„Kunden, die ihren Restmüll über die Presscontainer entsorgen, kennen bereits den Vorteil dieser Verrechnungsart: Sie bezahlen seit jeher jene Menge an Müll, die sie tatsächlich entsorgen. Kunden, die ihren Restmüll klassisch, also über die Tonne entsorgen, sind jetzt den Kunden mit personalisierter Transponderkarte gleichgestellt. Jeder Bürger in Brixen bezahlt nur mehr das effektiv anfallende Gewicht des Restmülls. Der Tarif beträgt 0,3547 € pro Kilogramm,“ erklärt Michele Bellucco, der Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen AG.

„Wer wenig Restmüll produziert, zahlt weniger Entsorgungsgebühren. Das neue Verrechnungssystem, das die Stadtwerke Brixen AG nun flächendeckend anwendet, ist ein weiterer Ansporn, den Restmüll durch eine saubere Trennung von Wertstoffen und Biomüll zu reduzieren,“ so der Generaldirektor der Stadtwerke Brixen AG, Wolfgang Plank.

Von: pf

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

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2 Kommentare auf "Weniger zahlen bei weniger Restmüll in der Tonne"


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gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
11 Tage 19 h

Und wenn Einnahmen fehlen, dann steigen auch diese Preise wieder, dass man letztendlich doch mehr bezahlt. 

ITler
ITler
Grünschnabel
11 Tage 18 h

> „Kunden, die ihren Restmüll über die Presscontainer entsorgen, kennen bereits den Vorteil dieser Verrechnungsart: Sie bezahlen seit jeher jene Menge an Müll, die sie tatsächlich entsorgen.”

NEIN, EBEN NICHT! Man bezahlt die Jahresmindestmenge die man wohl nur als extremer Müllproduzent erreichen kann. Ich werfe alles in den Hausmüll und erreiche diese Müllmindestmenge noch immer nicht. So wird einem das Mülltrennen nicht schmackhaft gemacht!

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