EU-Projekt: Konzept von sieben Forschungseinrichtungen

Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Kleinbetriebe

Freitag, 01. Oktober 2021 | 13:37 Uhr

Bozen – Wie kann es gelingen, dass Kleinbauern einen höheren Anteil an der Wertschöpfung in der Agrar- und Lebensmittelkette behalten? Mit grundlegenden Fragen wie diesen befasst sich ein Forschungsprojekt, an dem sich in den kommenden drei Jahren sieben Forschungseinrichtungen in fünf Mittelmeerländern beteiligen. An diesem mit 1,5 Mio Euro dotierten EU-Projekt ist die unibz mit Prof. Günter Schamel von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften beteiligt.

Gibt es neue Marktchancen, die Kleinbauern für eine höhere Wertschöpfung ihrer Produktion ergreifen sollten? Welche Governance-Probleme hindern sie daran, effektiver zu kooperieren? Ist der elektronische Handel ihre große Chance? Das Forschungsprojekt mit dem Titel „Regulierung der Lebensmittelversorgungsketten: Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit der Kleinbauern verbessert werden?“ (im Original: Governing the agri-food supply chain: how to improve smallholders’ competitiveness – AGRICOMPET) setzt genau hier an und setzt sich mit der Frage auseinander, wie Kleinbauern und ihre Erzeugerorganisationen nachhaltige organisatorische und verwaltungstechnische Lösungen für die dringlichsten Herausforderungen der Zukunft entwickeln können.

Das Projekt umfasst drei Hauptarbeitspakete mit den Schwerpunkten der landwirtschaftlichen Genossenschaften und ihrer Erzeugerorganisationen, der geografische Angaben (g.A.) und der neuen Marktchancen wie elektronischer Handel und öffentliches Beschaffungswesen. Die ersten beiden Arbeitspakete legen einen Schwerpunkt auf den Weinsektor in den Mittelmeerländern. Dabei geht es von der Bewirtschaftung der Weinberge über Preisanreize für Qualitätserzeugnisse bis hin zu Marketinginitiativen: Das Ziel des AGRICOMPET-Projekts besteht darin, eine Reihe von Governance-Lösungen zu entwickeln, die Kleinerzeugern und Verarbeitern helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

An der Freien Universität Bozen leitet Prof. Günter Schamel, der an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften zu den Themen Weinökonomie und ländliches Genossenschaftswesen forscht, das Projekt. Er unterstreicht: „Ein Schwerpunkt des Projekts wird auf dem Weinsektor liegen, in dem Genossenschaften und geografische Angaben eine Schlüsselrolle spielen. In Südtirol sind die landwirtschaftlichen Genossenschaften bereits sehr wettbewerbsfähig und es ist wichtig, dass dies so bleibt. Daher wollen wir mit Entscheidungsträgern in der Landwirtschaft, der Verarbeitung, dem Handel und mit politischen Entscheidungsträgern in den am Projekt beteiligten Ländern zusammenarbeiten, um ihre Wettbewerbsposition weiter zu verbessern.”

Das Forschungsprojekt setzt sich aus Forscherinnen und Forschern verschiedenster Disziplinen (Wirtschaft, Management und Marketing) zusammen und basiert methodisch auf Co-Creation, d. h. auf der direkten Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern von Genossenschaften, Erzeugerorganisationen und geografischen Angaben, um gemeinsam innovative organisatorische und Governance-Lösungen vorzuschlagen.

Das internationale Konsortium zur Durchführung des Projekts wird von Prof. Manuel González-Díaz von der Universität Oviedo in Spanien koordiniert. Es umfasst das Nationale Institut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt (INRAE) in Frankreich, das Forschungsinstitut für Agrarwirtschaft (AGRERI) in Griechenland, die Freie Universität Bozen (unibz) und die Universität Verona (UNIVR) in Italien, die Universität Bogazici in der Türkei sowie die Universität La Rioja in Spanien. Das Gesamtbudget beläuft sich auf ca. 1,5 Millionen Euro, die über drei Jahre auf die sieben beteiligten Partner verteilt werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Kleinbetriebe"


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Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
23 Tage 16 h

Dieser Forschungsprojekte zielen nur eines an. Eugelder zu verprassen.
Die Gehälter der Obmänner streichen, dem Bauernbund die Fördergelder nehmen und die Importe stark verzollen dann gäbe es kein Problem für die Kleinbetriebe. Noch was in Südtirol haben alle Kleinbetriebe eine Pension wenn nicht sogar Hotels also verhungern tian sie net wenn sie ban Pfeifer um 150.000 Euro an Vario kafn mit 2 ha. Eher an Kurs in Betriebswirtschaft brauchts ba gewisse Bauern

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