Reges Interesse bei Touristen und Einheimischen

Winterschlussverkauf: “Wir verlieren fünf Tage”

Samstag, 03. Januar 2026 | 10:13 Uhr

Von: mk

Bozen – Am Donnerstag, den 8. Januar fällt in Südtirol der offizielle Startschuss für den Winterschlussverkauf. Während die Kauflust bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen groß ist, sorgt der späte Termin im Vergleich zum restlichen Italien für Diskussionen im Handel.

Die Spannung steigt: Nur noch wenige Tage trennen Schnäppchenjäger vom Beginn des Schlussverkaufs im heurigen Winter. Laut dem Handels- und Unternehmerverband „Confesercenti“ in Bozen ist das Interesse in der Landeshauptstadt bereits jetzt spürbar hoch. Sowohl Einheimische als auch zahlreiche Touristen würden sich in den Geschäften nach dem genauen Starttermin erkundigen.

Nicht nur im Stadtzentrum, sondern auch in allen anderen Stadtvierteln sei das Interesse spürbar. Nach dem Trubel der Weihnachtsmärkte würden viele Kunden gezielt den Weg zurück in die Geschäfte ihres Vertrauens suchen, erklärt der Verband in einer Aussendung.-

„Wir werden von unglaublich vielen Menschen gefragt, wann es endlich losgeht“, erklärt Paola Barbieri, Präsidentin des Südtiroler Einzelhandels bei Confesercenti. Das Interesse sei bei Touristen, aber vor allem auch bei den Boznern groß. „Auch in der Altstadt spüren wir den Wunsch, den Handel wieder als Ort der Begegnung zu erleben.“ Besonders gefragt sind laut Barbieri die klassischen Sektoren: Bekleidung, Schuhe, Modeartikel und Haushaltswaren stehen ganz oben auf der Wunschliste.

Frühe Kommunikation als Strategie

Um die Kunden bereits jetzt einzustimmen, dürfen die Geschäfte ab diesem Montag ihre Schaufenster mit Werbeaufklebern versehen und im Innenbereich die Rabatte für den 8. Januar ausschildern. Für Barbieri ist dies ein entscheidender Kommunikationsvorteil: „Es ist gut, dass wir die Schaufenster bereits vorbereiten können. So rücken wir zumindest optisch näher an den nationalen Kalender heran.“

Konkurrenz durch Trient und Verona

Trotz der positiven Stimmung bleibt ein Wermutstropfen: In weiten Teilen Italiens haben die Schlussverkäufe bereits begonnen. „Da Südtirol erst am 8. Jänner startet, verliert der lokale Handel fünf Tage – darunter ein komplettes Wochenende, das viele Kunden möglicherweise nutzen, um in Verona oder Trient einzukaufen, wo die Preise bereits reduziert sind“, warnt Barbieri.

Die Forderung nach einer Angleichung an die nationalen Termine werde sowohl von Einheimischen als auch von Besuchern immer deutlicher artikuliert. Ein zeitgleicher Start mit dem Rest Italiens sei für die Stärkung der Kundenbindung im heimischen Handel fundamental wichtig. „Auch im Aostatal hat der Schlussverkauf gestern (am Freitag, Anm.) begonnen, um den Anwohnern entgegenzukommen“, betont Barbieri.

Bezirk: Bozen

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