Wirtschaftliche Maßnahmen für Betriebe

Wirtschafts- und Handelskammern entlang der Brennerachse tauschen sich aus

Mittwoch, 11. November 2020 | 10:17 Uhr

Bozen – Eine Online-Konferenz haben gestern die Führungsspitzen der Industrie- und Handelskammer von München und Oberbayern, der Wirtschaftskammer Tirol sowie der Handelskammern von Bozen und Trient abgehalten. Dabei besprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im Zuge der Corona-Krise in den einzelnen Ländern und Provinzen getätigten wirtschaftlichen Maßnahmen für Unternehmen. Auch der Stand der Arbeiten beim Bau des Brennerbasistunnels wurde diskutiert.

In regelmäßigen Abständen verabreden sich die Wirtschafts- und Handelskammern entlang der Brennerachse, um grenzüberschreitende wirtschaftspolitische Themen zu besprechen. Ziel dabei ist es, wichtige Zukunftsthemen voranzutreiben und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu stärken.

Bei der gestrigen Online-Konferenz besprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuerst die Konjunkturdaten der einzelnen Länder beziehungsweise Provinzen, die zurzeit alle unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden.

In allen vier Gebieten wurden aufgrund der gestiegenen Anzahl an Coronainfizierten Einschränkungen für Betriebe beschlossen. Je nach Land unterscheiden sich diese. Einig waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Online-Konferenz, dass Unternehmen, welche aufgrund von gesetzlichen Maßnahmen zurzeit geschlossen sind, öffentlich unterstützt werden müssen. Jedes Land sieht dabei zum Teil unterschiedliche Hilfsmaßnahmen vor. Bei der gestrigen Online-Veranstaltung tauschte man sich darüber aus, welche Maßnahmen am effizientesten sind und den Betrieben am meisten helfen.

Auch der Brennerbasistunnel war Thema der gestrigen Konferenz. Die Fertigstellung von diesem droht sich aufgrund von einer Neuausschreibung des Bauloses Pfons–Brenner zu verschieben.

„Der Brennerbasistunnel ist für die Zukunft unserer Länder beziehungsweise Provinzen entlang der Brennerachse von großer Bedeutung. Er wird es uns ermöglichen, den Verkehr vermehrt von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass gut zusammengearbeitet wird, um dieses Jahrhundertprojekt und deren Zulaufstrecken in absehbarer Zeit fertigzustellen”, waren sich die Präsidenten der Handels- und Wirtschaftskammern entlang der Brennerachse beim gestrigen Treffen einig.

Abgeschlossen wurden das Online-Event mit einer Betrachtung der aktuellen Verkehrszahlen auf den Strecken entlang der Brennerachse, besonders die Brennerautobahn war dabei Thema.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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2 Kommentare auf "Wirtschafts- und Handelskammern entlang der Brennerachse tauschen sich aus"


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Gurgiser
Neuling
11 Tage 23 h

Teil 1 Dazu Gastkommentar in der Tiroler Tageszeitung als SACHBEFUND mit dem Titel “Vom Verlagern keine Spur”: Von Verlagern keine Spur.
Nicht weniger als 17
österreichische, 17 deutsche Verkehrsminister/innen, 3 Südtiroler und 4
Nordtiroler Landeshauptleute, Landtage, Regierungen, EU-Politiker,
Tunnelkoordinatoren etc. – sie tragen die volle Verantwortung, dass aus dem
„Verlagern von der Straße auf die Schiene“ nie etwas werden kann. Weil sie
dieselben sind, die locker Milliarden an Tunnelbaukonsortien „verlagert“ und parallel
dazu gesorgt haben, dass die Eisenbahn nie eine Chance für einen „fairen
Wettbewerb“ mit der Straße bekommen hat. Die Bevölkerung und Regionalwirtschaft
von Kufstein bis Brenner (Nordtirol) oder von Rosenheim bis Verona
(Alpenkonventionsstrecke) bezahlt dreifach: 

Gurgiser
Gurgiser
Neuling
11 Tage 23 h

Teil 2: 1) Durch Verlust an Lebens-, Gesundheits- und (Tourismus)wirtschaftsqualität. 2) Durch den Zwang, die Belastungen des Lkw-Transit hoch zu subventionieren. 3) Durch Milliarden an Steuergeld in Eisenbahnumfahrung Innsbruck, Neue Unterinntalbahn und BBT, denen nie eine „Verlagerung und damit das Ziel der Entlastung“ gegenübersteht. Die Zivilgesellschaft, die seit Jahrzehnten den fairen Wettbewerb Straße/Schiene fordert, wird als BBT-Gegner diskreditiert. Von denen, die politische Günstlinge in den Aufsichtsrat „versorgt“ haben, bis heute den Lkw-Transit anstatt Bevölkerung und Wirtschaft schützen und den BBT als „teuerstes Ablenkungsprojekt“ missbrauchen. Deshalb wäre es Zeit für einen Paukenschlag. 

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