SVP-Wirtschaft zu Verkehrskollaps auf der A22

“Zielführende Maßnahmen anstatt sinnloser Verbote”

Donnerstag, 05. Oktober 2017 | 12:35 Uhr

 

Bozen – Aufgrund des Feiertagsfahrverbotes in Deutschland am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit,  kam es am gestrigen Mittwoch, den 4. Oktober  zu einem Verkehrschaos entlang der Brennerautobahn und einer nicht tragbaren Verkehrssituation in ganz Südtirol. Nordtirol hat erstmals eine bereits länger angedachte Lkw-Obergrenze umgesetzt und maximal 300 LKWs pro Stunde von Deutschland auf die Inntalautobahn A12 durchgelassen. Ebenso wurde eine Blockabfertigung am Brenner angekündigt.

„Verkehrsverbote und Kontingentierung bringen keine Lösung  – im Gegenteil! Die lobenden Worte von Sven Knoll für die österreichische Kontingentierung zeigen, dass er die Situation völlig verkennt. Der Weg der Nordtiroler Verkehrspolitik mit umfassenden Fahrverboten an Sonn- und Feiertagen,  Nachtfahrverbot,  Verteuerung der Fahrten in den Nachtstunden und  den zusätzlichen LKW-Blockabfertigungen führen da sicherlich in die falsche Richtung. Eine Kontingentierung verursacht lediglich eine Verschiebung des Verkehrsproblems von Nordtirol auf die Nachbarregionen und kann jedenfalls nicht akzeptiert werden. Das Wipptal und die Stadt Sterzing sind von diesen negativen Auswirkungen in besonderer Weise betroffen. Verbote verringern nicht den Verkehr, sondern führen zu Chaos! Die ausufernden Staus nach Feiertagen in Österreich und Deutschland sind voraussehbar, es braucht dafür gut durchdachte und vor allem grenzüberschreitende Konzepte, um die völlige Blockierung der Autobahn und stockenden Verkehr auf den umliegenden Verkehrswegen zu vermeiden“, ist der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft Josef Tschöll überzeugt. Ein Ansatz, um die Straßen besser auslasten und Stoßzeiten insbesondere an solchen Spitzentagen verhindern zu können, wäre zum Beispiel eine bessere Verteilung des Verkehrs innerhalb des Tages und der Nachstunden, so der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft Josef Tschöll.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "“Zielführende Maßnahmen anstatt sinnloser Verbote”"


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Ischjolougisch
12 Tage 17 h

So dumm muss man erst sein die Blockabfertigung (bzw. künstlich produzierten Stau) auf der falschen Seite gemacht zu haben. Nämlich von Kufstein weg. Dabei warteten die meisten Lkws, da ja in Italien kein Feiertag war am Brenner. Die Aufhebung der Doppelmaut in den Nachtstunden könnte eine Entlastung des Transitverkehrs um 30 % herbeiführen. Ein Nachtfahrverbot in Südtirol eine Zunahme von mindestens 30% Herr Gurgisknoll

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
12 Tage 19 h

…tiat holt es gleiche…nor gians freiwillig auf die Schiene… 😅

Dagobert
Dagobert
Superredner
12 Tage 18 h

Ach jetzt wacht man endlich auf,
die Nordtiroler nehmen euch in Sachen Transit doch schon über Jahrzehnte bei den Goggelen.

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