„Land der Chancen“ – ein Kommentar

2023: Ein hoffnungsvoller Ausblick

Donnerstag, 12. Januar 2023 | 01:44 Uhr

Bozen – Es gäbe viele Gründe, pessimistisch auf das erst junge Jahr zu blicken. Während in der Ukraine weiterhin der Krieg tobt, haben Inflation und teure Energie Europa fest im Griff. Beide tragen dazu bei, hausgemachte Probleme wie soziale Ungleichheit und Verarmung der Mittelschicht weiter zu verschärfen. Diese ganzen Sorgen sollten uns aber nicht den Blick darauf verstellen, dass gerade Südtirol der sich umgreifenden Krise tapfer trotzt.

IDM Südtirol-Alto Adige/Benjamin Pfitscher

Natürlich kann das kleine Landl sich nicht den negativen Einflüssen des größten europäischen Krieges seit dem Zweiten Weltkrieg ganz entziehen und noch weniger vermögen wir, zu einer Friedenslösung beizutragen, aber Südtirol schafft es trotzdem, auch in schwierigen Zeiten kräftig zu wachsen und zu gedeihen. Sowohl die Industrie als auch die Tourismuswirtschaft durften sich über neue Rekorde freuen. Wachstum bedeutet, dass für Südtirols Jugend und Junggebliebene lukrative und innovative Arbeitsplätze geschaffen werden, dass die Arbeitsplätze aller an Sicherheit gewinnen und dass in Südtirol jeder, der ein Talent besitzt, die Chance bekommt, sich seinen Traum zu verwirklichen. Jeder, der mit seinen Großeltern spricht, weiß, dass das nicht immer so war.

IDM Südtirol-Alto Adige/Benjamin Pfitscher

Bei all seiner Schrecklichkeit hat aus unserer Sicht sogar der Ukrainekrieg eine positive Seite. Er hat vielen Südtirolern die Augen dafür geöffnet, welch große Gabe der Friede ist. Wir erkennen mehr denn je, dass er nicht vom Himmel fällt, sondern wie eine Weinrebe ständiger Pflege bedarf. Ironischerweise ist es auch der „Verdienst“ dieses schrecklichen Konflikts, dass das Zusammenleben zwischen mehreren Volksgruppen und Kulturen auf kleinem Fleck nicht mehr als zu lösendes Problem, sondern als Chance begriffen wird. Es ist nicht zuletzt seine Lage an der Schnittstelle zweier großer europäischer Kulturen, der Südtirol seine Dynamik mit all seinen positiven Eigenschaften und Folgen verdankt.

Südtirol Wein/Florian Andergassen

Weniger glückliche und zufriedene Zeitgenossen mögen an dieser Stelle zu Recht das aufzählen, was in Südtirol nicht läuft. Diese Liste bleibt auch im Jahr 2023 lang, aber dies schmälert nicht die Tatsache, dass Südtirol das Land der Chancen, ein Land der Zukunft ist. Lasst uns also hoffnungsvoll auf das junge Jahr blicken!

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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13 Kommentare auf "2023: Ein hoffnungsvoller Ausblick"


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Septimus
Septimus
Universalgelehrter
20 Tage 23 h
Tatsache ist,dass die gesamte Welt tiefgreifenden Veränderungen unterworfen ist,und weiterhin Unsicherheit herrscht,das ist die einzige Sicherheit,viele Menschen werden sich in ihrem täglichen Leben weiterhin sehr einschränken müssen.Die fetten Jahre sind vorbei,und es bleiben nur die fetten Leute übrig.Jahrzehnte lang wurde Wachstum in die Köpfe rein geprügelt, Steigerung, Maßlosigkeit, und jetzt ist es vorbei. Doch es sollte man einmal hinterfragen, was war dieser Wohlstand? Urlaub in Plastikwelten, Essen aus der Schachtel, Kleidung aus Kinderfabriken? Wohlstand kann man vererben, kann man übertragen .. und wenn man sich den “Schein-Wohlstand” so ansieht,wo liegt hier der Wert? Wir sind nur Bauern auf einem Spielfeld,… Weiterlesen »
N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 18 h

Du unterschätzt in deiner Einschätzung trotzdem noch die Dummheit und die Gier der Menschen! Es wird genau so weiter gehen. Leider!
Es wird kein Erwachen geben. Dazu ist es zu früh und es geht zumindest den führenden Ländern und Leuten noch zu gut.

Septimus
Septimus
Universalgelehrter
20 Tage 15 h

@N. G.
…der Tiefpunkt ist noch nicht erreicht… vielleicht gibt’s dann ein Erwachen…dann eben ein sehr schmerzhaftes…oder die Gesellschaft ignoriert weiterhin die Realität…und nimmt somit ihre rasende Talfahrt ins nirgendwo fort…

N. G.
N. G.
Kinig
19 Tage 20 h

@Septimus Ist es nicht bezeichnend, dass dieser Artikel und unsere Ausagen nur uns beide zu interessieren scheint.
Es ist der beschämende Beweis dafür, dass wir beide Recht haben und behalten werden.
Trotzdem setze ich auf unsere Kinder und Jugendlichen. Da bewegt sich etwas und da sie sich immer gegen ihre Eltern, zu oft dummen Eltern auflehnen, hab ich Hoffnung.

Septimus
Septimus
Universalgelehrter
19 Tage 17 h

@N. G. Ja die Hoffnung stirbt zuletzt…
Jeder einzelne Mensch auf der Erde wurde inmitten eines Krieges hinein geboren!
Dieser Krieg ist einer, den man nicht mit bloßem Auge sehen kann.
Seine Existenz wird auch nicht in den Abendnachrichten oder MSM übertragen, seine Realität wird von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung nicht einmal wahrgenommen…

N. G.
N. G.
Kinig
19 Tage 15 h

@Septimus Dichz, man sieht und liest ihn jeden Tag!
Man sollte nicht zu viel hinein interpretieren, denn der Mensch ist NICHT das was er glaubt zu sein! Das noble Wesen, was verstanden hat was gut und böse ist! Sas hat er NICHT! Grins

Suedtirolfan
Suedtirolfan
Superredner
19 Tage 24 Min

@N. G.
Da hast du dich aber gewaltig geirrt !
Ich mache mir seit vielen Jahren
Gedanken um SÜDTIROL.
Obwohl oder besser – gerade weil es nur meine ” Urlaubsheimat ” ist.

Für mein Verständnis wird hier auf SN von einigen auf einem hohen Niveau viel gejammert.

Das ist in Deutschland nicht anders .

Ich denke uns allen würde etwas mehr Bescheidenheit gut tun.
Denn wenn ich unsere Länder so betrachte , denke , ich weniger ist oft mehr.

N. G.
N. G.
Kinig
18 Tage 18 h

@Suedtirolfan Dann hast du aus all den Kommentaren die hier zu dem Thema stehen nicht viel verstanden, denn genau deine Forderung steht DARIN! Aus diesem Grund verstehst du mich auch dauernd falsch!
Zuletzt, wir sprechen hier ausdrücklich NICHT von Südtirol sondern der Gesellschaft allgemein!

Suedtirolfan
Suedtirolfan
Superredner
18 Tage 17 h

@N. G.
Das ist doch mir egal !
Ich mache es doch nur so wie du :
Sehen was ich sehen will .🛡

N. G.
N. G.
Kinig
18 Tage 16 h

@Suedtirolfan Wenn du verstanden hast wie Südtiroler ticken und das hast du wie ich lese, dann kann man eigentlich nur Fan von der zugegeben schönen Landschaft sein aber die Bevölkerung ist von Gier und Neid zerfressen! Da untertreibst du eigentlich noch hoffnungslos. Neulich hat ein eingewandert Deutscher genau diesen Umstand auch bemängelt weil ihm aufgefallen ist wie extrem es hier ist.

Suedtirolfan
Suedtirolfan
Superredner
18 Tage 14 h

@N. G.
lch komme damit klar .
Und da ich nicht mehr der jüngste bin , kann ich aufgrund meiner Lebenserfahrung mittlerweile meine Mitmenschen ganz gut einschätzen. 😉

N. G.
N. G.
Kinig
18 Tage 2 h

@Suedtirolfan An deinem Einschätzungsvermögen, was nur teilweise durch Lebenserfahrung erworben wird, zweifle ich stark. Das hat man oder nicht!

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
17 Tage 7 Min

Zufriedenheit gibt es vielerorts nicht mehr, der Neid hat zugenommen. Ich sehe die junge Generation nicht so positiv, denn sie ist verwöhnt aufgewachsen und sieht zu viele Dinge als zu  selbstverständlich an. Sie wird bald merken, dass auch für sie die fetten Jahre vorbei sein werden und ein Umdenken stattfinden muss.

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