Festnahme in Bozen - Tod gibt Rätsel auf

28-Jähriger stirbt an Überdosis Methadon

Montag, 26. Oktober 2020 | 10:19 Uhr

Bozen – Jener junge Albaner, der in Bozen festgenommen worden war und unter mysteriösen Umständen in einem Zentrum für Schubhaft in Gradisca d’Isonzo in der Provinz Görz ums Leben kam, ist vermutlich an einer Überdosis Methadon gestorben. Dies berichtet die Tageszeitung Alto Adige.

Die Ermittler haben dem Bozner Anwalt Nicola Nettis die mögliche Todesursache mitgeteilt. Nettis überprüft im Auftrag der Familienangehörigen, ob eine Mitschuld von Dritten vorliegt.

Der 28-Jährige lebte in einer provisorischen Unterkunft in Meran und hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Er war auf der Suche nach einem fixen Job und wollte das Land nicht verlassen. Nach einer Geburtstagsfeier hatte er allerdings in trunkenem Zustand ein Fahrrad gestohlen und wurde auf dem Weg nach Hause von den Carabinieri aufgehalten.

Weil er den Ordnungshütern gegenüber unangemessen reagierte, wurde er festgenommen. Im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs ist er zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt und anschließend auf freien Fuß gesetzt worden. Allerdings konnte er seine Abschiebung nicht verhindern, da sich im Rahmen der Untersuchung herausgestellt hatte, dass er über keine gültige Aufenthaltsgenehmigung verfügte.

Im Zentrum in Görz wurde er wegen der grassierenden Corona-Pandemie unter Quarantäne gestellt und teilte ein Zimmer mit einem Landsmann. Bevor er nach Albanien abgeschoben werden konnte, wurde der 28-Jährige bei einer Kontrolle am Vormittag leblos auf seinem Feldbett aufgefunden.

Der Bozner Anwalt Nicola Nettis konnte bei der Staatsanwaltschaft von Görz durchsetzen, dass eine Autopsie des Leichnams durchgeführt wird. Der 28-Jährige, der mit Drogen Probleme hatte, ist einem ersten Ergebnis zufolge an einer Überdosis Methadon gestorben. Nun versuchen die Ermittler herauszufinden, wie sich der junge Mann die Substanz beschaffen konnte.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Burggrafenamt

Kommentare

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19 Kommentare auf "28-Jähriger stirbt an Überdosis Methadon"


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Lorietta12345678
1 Monat 3 Tage

Ehrlich gemeinte Frage: wenn sich herausstellen würde, dass er Corona Positiv war, käme er dann, in die Totenstatistik von Corona?

Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Liebe loriette! “Mit” corona san heuer ibo 8oo stond Oktober verstorben. Junga menschen sterbm et direkt an viruse, obo mit.

Morgaine
Morgaine
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Lorietta, eine Beileidsbekundung wäre angebrachter!!!!

Nichname
Nichname
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Auch wenn die Frage ehrlich gemeint sein sollte, so ist sie doch ziemlich unsinnig. Wenn der junge Mann infolge einer Corona-Infektion Symptome gezeigt hätte, dann hätte man ihn sicher in ein Krankenhaus gebracht. Und wenn er in der Intensivstation infolge seiner Corona-Infektiob gestorben wäre, dann wärec er als Corona-Toter in die Statistik aufgenommen worden. Da er aber an einer Überdosis von Methadon gestorben ist, wird er als Rauschgifttoter in die statistik eingehen.

Faktenchecker
1 Monat 3 Tage

Wenn Du Krebs hast…

Vranz
Vranz
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Drogen sein von mir aus wesentlich schlimmer als Corona, und scheinbor isch es a extrem oanfoch Drogen von Lateinamerika oder Afrika noch Europa zu bringen….do isch niamand im Stonde eps zu mochn. 

wouxune
wouxune
Superredner
1 Monat 3 Tage

Schun im stonde epas zu mochn. Obo do Rubbel rollt!!! Is gleiche isch mit Waffen und vielen andren mehr

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

@Vranz…diese “Importdrogen” laufen über internationale Syndikate, die entweder besser organisiert sind als die nationalen Strafverfolgungsorgane oder aber dort “infiltriert” sind und damit bestens informiert und geschützt. Die Einstiegsdrogen in diese graue bis schwarze Welt gibt es an jeder Hausecke, sogar in Bioqualität

Faktenchecker
1 Monat 3 Tage

Ars..

Ars Vivendi Universalgelehrter
10 h 8 Min

Liege ich richtig, Methadon wird doch ärztlich als Ersatz bei Drogenentzug verordnet. Und es muss unter Aufsicht eingenommen werden. Wie kam der junge Mann an den “Ersatzstoff” ???

sonoio
sonoio
Superredner
1 Monat 3 Tage

methadon kreg man von dienst für abhängigkeiten bei opiatabhängigkeit. nix mit import/export.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

@sonoio und faktenchecker…habe mich auf den Kommentar von Vranz bezogen. Für die Reihenfolge, wie ihr die Kommentare sortiert und lest, seid ihr schon selber verantwortlich. Meine Frage zur Herkunft des Methadon ist deutlich “älter”…..

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Liege ich richtig, Methadon wird doch ärztlich als Ersatz bei Drogenentzug verordnet. Und es muss unter Aufsicht eingenommen werden. Wie kam der junge Mann an den “Ersatzstoff” ???

Faktenchecker
1 Monat 3 Tage

Ars Vivendi Universalgelehrter
10 h 8 Min

Liege ich richtig, Methadon wird doch ärztlich als Ersatz bei Drogenentzug verordnet. Und es muss unter Aufsicht eingenommen werden. Wie kam der junge Mann an den “Ersatzstoff” ???

sonoio
sonoio
Superredner
1 Monat 3 Tage

leute die arbeiten bekommen das medikament mit nach hause.. der verstorbene hat es also wahrscheinlich auf dem schwarzmarkt gekauft.

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 3 Tage

Vielleicht hat er jetzt ein schöneres Leben, es sei ihm gegönnt

Morgaine
Morgaine
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Er ist gestorben…!?

tiger
tiger
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Einfach nur traurig 🕯

Rasputin
Rasputin
Neuling
1 Monat 3 Tage

Tragisch ober mir hom ondere sorgn

tiger
tiger
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

🕯️

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