Händler spüren verstärkte Nachfrage bei Jugendlichen

Alarmierend: Lust auf Messer und Macheten steigt

Freitag, 23. Januar 2026 | 11:01 Uhr

Von: luk

Bozen – In Bozen wächst die Sorge über den zunehmenden Besitz von Stichwaffen unter Minderjährigen. Fachhändler berichten von immer häufigeren Anfragen sehr junger Jugendlicher nach Messern und sogar Macheten. Zwar lehnen lokale Geschäfte den Verkauf konsequent ab, doch viele der Jugendlichen beschaffen sich die Waffen dann offenbar über das Internet oder auf wenig kontrollierten Märkten.

Das Phänomen betrifft auch Schulen in Bozen. Bereits im vergangenen Jahr wurde über den Einsatz von Metalldetektoren an besonders gefährdeten Schulstandorten diskutiert. Die Problematik erhielt zusätzliche Brisanz durch mehrere Vorfälle, berichtet die Zeitung Alto Adige: Ende Mai des Vorjahres kam es zu einer landesweit beachteten Massenschlägerei unter Jugendlichen, bei der auch Säbel eingesetzt wurden. Zudem bedrohte ein Schüler in einer dritten Klasse einer Oberschule einen Lehrer mit einem spitzen Werkzeug.

Als größtes Problem gelten weiterhin das Internet und informelle Märkte. Online lassen sich Alterskontrollen leicht umgehen, etwa durch die Nutzung fremder Accounts. Auf Märkten fehlt es oft gänzlich an wirksamen Kontrollen. Behörden und Schulen stehen damit vor der Herausforderung, einer Entwicklung entgegenzuwirken, die zunehmend als ernsthafte Gefahr für die öffentliche Sicherheit wahrgenommen wird.

Bezirk: Bozen

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