Von: apa
Im Fall der vier burgenländischen Steinbrüche, die seit Jänner aufgrund einer Asbestbelastung behördlich gesperrt sind, liegen nun die Gutachten einer neuerlichen Untersuchung vor. Veröffentlicht werden sie vorerst nicht. 67 Gesteins- und 46 Produktproben wurden analysiert und die Ergebnisse auf über 1.200 Seiten dokumentiert, teilte das Landesmedienservice am Freitag mit. Auf Basis der Gutachten soll über die Zukunft der Betriebe entschieden werden.
Die Montanuniversität Leoben habe ihre Analyse abgeschlossen und das Gutachten den zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden übermittelt. Auch die weiteren Sachverständigengutachten inklusive der Ergebnisse der Ausbreitungsrechnung liegen bereits vor, hieß es in einer Aussendung. Nur auf ein Ergebnis eines deutschen Instituts wartet der Oberwarter Bezirkshauptmann Peter Bubik noch.
Besprechung mit Sachverständigen kommende Woche
Gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf werden die Gutachten kommende Woche mit Sachverständigen besprochen und im Anschluss an die Steinbruchbetreiber übermittelt, erläuterte Bubik. Die weiteren Schritte – etwa ob die Betriebe wieder aufsperren dürfen oder nicht – werden dann mit den zuständigen Ministerien abgestimmt. Zu den Ergebnissen könne die Behörde bis zum Abschluss des Verfahrens keine Auskunft geben.
Frank Melcher, Leiter des Lehrstuhls für Geologie und Lagerstättenlehre an der Montanuni Leoben, betonte: “Der Aufwand war enorm, aber absolut notwendig, um belastbare Ergebnisse zur chemischen und mineralogischen Zusammensetzung der Proben im Hinblick auf extrem feine Asbestfasern zu erhalten.” Er plädierte dafür, dass die Analysen auch dazu genutzt werden, “bestehende Gesetzeslücken zu schließen und österreichweit Grenzwerte für Produkte oder auch Luftbelastungen in Bezug auf Asbest festzulegen”.




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