Auswirkungen der Pandemie

Corona: 4,4 Prozent mehr Tote im Mai in Südtirol

Freitag, 07. August 2020 | 10:28 Uhr

Bozen – Im Monat Mai 2020 wurden 4,4 Prozent mehr Personen aus den Südtiroler Melderegistern aufgrund Todesfalls gelöscht als im Durchschnitt der Monate Mai des Fünfjahreszeitraumes 2015-2019. Damit geht die im März und April festgestellte Übersterblichkeit deutlich zurück.

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Im Mai wurden in Südtirol insgesamt 359 Personen wegen Todesfalls aus den Melderegistern gelöscht (Quelle: Erhebung über die Streichung aufgrund Todesfalls aus dem Melderegister – Formblatt Istat/P.5). Dies sind nur mehr 4,4 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015-2019 (344 Todesfälle). In diesem Fünfjahreszeitraum wurden der niedrigste Wert im Mai 2015 mit 338 Fällen und der höchste Wert im Mai 2018 mit 350 Todesfällen verzeichnet.

Der erste Covid-Todesfall in Südtirol ereignete sich am 11. März 2020, der bislang letzte Anfang Juni. Im Zeitraum März bis April wurde eine deutliche Übersterblichkeit gemessen; für eine abschließende Einordnung des Ausmaßes dieses Phänomens muss jedoch der gesamte Jahresverlauf betrachtet werden. Dann kann auch die Hypothese überprüft werden, dass die Covid-19-Pandemie bei Menschen mit stark beeinträchtigtem Gesundheitszustand den Tod verfrüht habe, der in jedem Fall kurzfristig eingetreten wäre. Zudem müssen die Sterbefälle in Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt werden, um beispielsweise auch den Alterungsprozess der Bevölkerung adäquat miteinzubeziehen. Somit kann eine definitive Einordnung des Ausmaßes der Übersterblichkeit erst nach Vorliegen aller Sterbefälle des Jahres 2020 vorgenommen werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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