Sperre aufgehoben

Dolomiten-Straße gerät erneut unter Schlammlawine

Freitag, 29. August 2025 | 12:26 Uhr

Von: mk

San Vito di Cadore – Die Unwetter in der Nacht auf Freitag haben in ganz Norditalien ihre Spuren hinterlassen. Die Feuerwehren zählten mehr als 1300 Einsätze binnen nicht mal 24 Stunden. Betroffen ist unter anderem auch die bekannte Staatsstraße SS51 Alemagna, die bei San Vito di Cadore durch die Dolomiten führt. Eine Nacht blieb die Route wegen einer Mure gesperrt. Am Freitag konnte die Straße gegen 10.20 Uhr wieder für den Verkehr geöffnet werden.

Das Unwetter hatte eine große Menge an Schlamm und Geröll auf die Fahrbahn gespült. Der Straße wurde im Gebiet von San Vito di Cadore am Abschnitt beim Ponte Venco zwischen Kilometer 92+000 und 96+00 verlegt.

Glücklicherweise konnten die von der italienischen Straßenbehörde ANAS errichteten Schutzsysteme die Schlammlawine wirksam eindämmen. Das auf die Straße gelangte Material wurde von vom Straßendienst schnell entfernt. Aktuell laufen die Reinigungsarbeiten, um die Fahrbahn vollständig von Schlamm zu befreien.

Techniker der ANAS sind vor Ort, um die notwendigen Messungen vorzunehmen. Die nun mit Geröll gefüllten Auffangbecken sollen gereinigt werden, um die volle Funktionalität des Sicherheitssystems wiederherzustellen.

Die Alemagna ist es in diesem Sommer immer wieder von Naturereignissen heimgesucht worden – unter anderem wegen mehrerer Muren, die sich von der Marcora-Spitze gelöst haben.

Auch in Südtirol ist es in der Nacht auf Freitag zu Hangrutschungen gekommen. So hat sich etwa eine Schlammlawine in Geiselsberg oberhalb von Olang gelöst.

Facebook/Freiwillige Feuerwehr Geiselsberg

In Riva am Gardasee setzte unterdessen ein Blitzeinschlag ein Gebäude in Brand. Mehrere Familien mussten wegen des Feueres evakuiert werden.

Bezirk: Pustertal

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