Drei Festnahmen mit Atemschutzmasken

Drogenhandel in Milland: Konsumenten aus allen sozialen Schichten

Mittwoch, 18. März 2020 | 11:27 Uhr

Brixen – “Il GHETTO” ist der Name einer komplexen Ermittlungsoperation der Carabinieri von Brixen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bozen, die nun zu einem erfolgreichen Ende geführt wurde. Bereits im Herbst kamen die Untersuchungen in Zusammenhang mit Drogenhandel in Brixen nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung und den Bewohnern eines Wobi-Wohnhauses in der Wolkensteinstraße ins Rollen.

Beschattungen und abgehörte Telefongespräche waren ein wichtiger Teil der Ermittlungen. Dadurch verschafften sich die Fahnder Einblick in ein ausgeklügeltes Drogennetzwerk im Stadtviertel Milland. Geführt wurde es von einer mehrfach vorbestraften 40-jährigen Frau marokkanischer Herkunft. Ihr Lebensgefährte (43) und zugleich Landsmann sowie ihr knapp volljähriger Sohn unterstützten die Frau bei ihrer illegalen Tätigkeit. Sie handelten mit Kokain, Haschisch und Marihuana.

Über Telefon kamen die Bestellungen der Konsumenten herein. Die Übergabe der illegalen Rauschmittel fand dann in der Garage des Kondominiums statt. Es habe aber auch Lieferungen durch Helfer gegeben, so die Carabinieri, die auch betonen, dass sich die Bande offenbar sehr sicher gefühlt hat.

Die Konsumenten stammen aus allen Altersschichten – leider waren auch Minderjährige dabei – sowie sämtlichen sozialen Klassen. Die Rauschmittel wurden aus der Lombardei nach Brixen importiert.

Nachdem sich die Ordnungshüter genügend Klarheit über die Abläufe des Drogenhändlerrings verschafft hatten, schlugen sie nun zu. Die Frau, deren Lebensgefährte und deren Sohn wurden festgenommen. Im Zuge von Hausdurchsuchungen in Brixen, Sterzing, Bergamo und Brescia wurden über ein halbes Kilogramm Drogen sichergestellt. Die Wobi-Wohnung, in der die drei hausten, wurde vom Amtsarzt wegen der prekären hygienischen Zustände versiegelt.

Aufgrund der aktuellen Coronakrise wurden die drei Personen für den Transport ins Gefängnis mit Handschuhen und Masken ausgestattet.

 

Von: luk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

9 Kommentare auf "Drogenhandel in Milland: Konsumenten aus allen sozialen Schichten"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Misanthrop
Misanthrop
Grünschnabel
10 Tage 18 h

I hons schun noamol gschrieben, und des soll iaz net hoaßn dass i do olle in gleichen Topf wirf… Obo wia gsog, man wundert sich donn a net wiso de Leit toals af groaßn Fuaß leben kennen. Frog man sich bei monch Einheimischen a…

sepp2
sepp2
Superredner
10 Tage 15 h

jeder aus Brixen weiß um welches Gebäude es sich handelt

lunikoff
lunikoff
Neuling
10 Tage 14 h

Milland…

jochgeier
jochgeier
Grünschnabel
10 Tage 12 h

@sepp2 würde sogar sagen brixen und umgebung. hab da vor jahren einige aufträge gehabt, damals wars noch nicht verrucht.

Staenkerer
10 Tage 9 h

@lunikoff jo, jo, de polizeioperatin hot schun in richtign nome … ghetto passt genau, dort brauchats woll no einige “operationen” 😱😱😱😱

Anderrrr
Anderrrr
Superredner
10 Tage 18 h

Uff de drogenhändler sein a olm ummer net genua der virus , logisch tia sie sich härter zu verkafn ober unterbinden werd de eh niemand

Elmarchi
Elmarchi
Neuling
10 Tage 15 h

Haben diese Personen eine Aufenthaltsgenehmigung?

Staenkerer
10 Tage 9 h

de hobn olls … lei zohln tien mirs!

wpDiscuz