Die Arbeiten in Tirol dauern an

Einsatz nach Waldbrand in Tirol für Donnerstag beendet

Donnerstag, 16. Juli 2026 | 18:14 Uhr

Von: apa

Der Dienstagmittag vermutlich wegen eines Blitzschlags ausgebrochene größere Waldbrand oberhalb von Wildermieming in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) hat auch am Donnerstag noch viele Einsatzkräfte beschäftigt. Nachdem das Feuer selbst bereits Dienstagabend gelöscht worden war, galt es weiter, Glutnester auf der betroffenen Fläche umzugraben und zu beseitigen. Donnerstagnachmittag wurde der Einsatz vorerst beendet, für Freitagfrüh war ein weiterer Drohnenflug vorgesehen.

Dabei soll die betroffene Brandfläche im Ausmaß von acht bis zehn Hektar noch einmal genau kontrolliert werden, hieß es von der Gemeinde. Auf dieser Grundlage würden anschließend die weiteren Maßnahmen durch die Einsatzleitung, die Gemeindeeinsatzleitung und die beteiligten Organisationen festgelegt. Mit anderen Worten: Erst nach diesem Drohnenflug werde man sehen, ob “Brand aus” gegeben werden kann oder nicht, erläuterte Bezirksfeuerwehrkommandant Thomas Reiner gegenüber der APA.

Am Donnerstag waren noch 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundesheer, Bergrettung, Rettung, Polizei und der Gemeinde an Ort und Stelle. Zudem standen ein Hubschrauber des ÖAMTC sowie zwei Hubschrauber des Bundesheeres zur Verfügung. Diese wurden für Mannschaftstransportflüge am Tau, Materialflüge sowie Löschwasserflüge eingesetzt. Gemeinsam mit den seit Mittwoch eingesetzten “Bodentrupps” bekämpfte man so das Feuer, dessen Brandfläche “zwischenzeitlich in zwei Einsatzgebiete eingeteilt” sei. Damit wolle man die noch vorhandenen Glutnester “schneller, effizienter und geordneter abarbeiten”, erklärte Bezirksfeuerwehrkommandant Reiner. Rund 450 Helfer waren laut der Gemeinde Wildermieming insgesamt in den vergangenen Tagen im Einsatz.

Gewitter als mögliche Ursache für den Großbrand

Seinen Ausgang hatte der Großeinsatz mit einer dichten Rauchsäule genommen, die sich im Bereich des sogenannten “Grießlehn” ausgebreitet hatte. Zuvor war ein Gewitter über Wildermieming gezogen, deshalb nahm die Polizei auch einen Blitzschlag als Ursache für die Flammen an. Die Gemeinde appellierte an die Bevölkerung, das Gebiet großräumig zu meiden sowie die Zufahrtswege freizuhalten. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, die Flammen wüteten weitab von besiedeltem Gebiet.

“Brand aus” im Tiroler Unterland

Unterdessen konnte Donnerstagfrüh um 6.30 Uhr bei einem vergleichsweise kleineren Waldbrand in Breitenbach im Unterland (Bezirk Kufstein) nach rund eineinhalb Tagen “Brand aus” gegeben werden. 900 bis 1.000 Quadratmeter waren in einem äußerst unzugänglichem Gelände Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch in Brand gestanden. Ein groß angelegter Löscheinsatz unter Beteiligung vieler Feuerwehren der Umgebung war die Folge. Auch Drohnen kamen zum Einsatz. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dürften die Flammen durch einen Blitzschlag ausgelöst worden sein, hieß es von der Polizei.

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