Von: luk
Bozen – Die Freiheitlichen bezeichnen die von Landeshauptmann Arno Kompatscher angekündigte Senkung des regionalen IRPEF-Zuschlags für 2027 als ersten Schritt in die richtige Richtung, dem weitere folgen müssen. „Eine Entlastung bei niedrigen und mittleren Einkommen ist richtig und überfällig. Aber wer wirklich etwas für unsere Wirtschaft tun will, muss dort ansetzen, wo der Schuh am meisten drückt: bei den kleinen Handwerks- und Familienbetrieben“, so Generalsekretär Dietmar Zwerger, der selbst einen Handwerksbetrieb führt und die Belastungen aus eigener Erfahrung kennt.
Gerade Kleinbetriebe mit ein bis fünf Mitarbeitern seien das Rückgrat der Südtiroler Wirtschaft, würden aber im Verhältnis zu ihrer Größe unverhältnismäßig stark belastet. „Ein Fünf-Mann-Betrieb hat nicht die Möglichkeiten eines Großunternehmens, Steuerlasten abzufedern oder Kosten auf viele Schultern zu verteilen. Jede zusätzliche Abgabe trifft ihn direkt und ungefiltert“, erklärt Zwerger.
Die Freiheitlichen fordern deshalb, die angekündigte IRAP-Reform rasch und mit klarem Fokus auf Klein- und Kleinstbetriebe umzusetzen. Der von der Landesregierung als Vergleich herangezogene IRAP-Satz im Trentino von 2,68 Prozent müsse auch für Südtirol das Ziel sein – mit zusätzlichen, spürbaren Vergünstigungen speziell für Betriebe unter fünf Mitarbeitern. „Es darf nicht sein, dass ein kleiner Handwerksbetrieb prozentual stärker zur Kasse gebeten wird als ein Konzern mit hundert Angestellten“, so Zwerger weiter.
Zwerger fordert, im Herbst nicht nur die IRPEF-Senkung, sondern gleichzeitig ein verbindliches IRAP-Entlastungspaket ins neue Haushaltsgesetz einzubringen – mit konkreten, gestaffelten Erleichterungen nach Betriebsgröße. „Die Großen werden gehört, die Kleinen tragen die Last. Deshalb muss diesmal der Fokus auf Klein- und Kleinstbetriebe gelegt werden“, schließt Zwerger die Aussendung der Freiheitlichen.




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