Südtiroler Fachleute nehmen am Treffen in Bregenz teil

Expertentreffen zu Wolf und Bär im Alpenraum

Samstag, 07. März 2026 | 11:57 Uhr

Von: luk

Bregenz – Fachleute haben beim Expertinnen- und Expertentreffen zu Wolf und Bär in Bregenz die Arbeiten an einem Bericht zur Präsenz von Wolf und Bär sowie zu den Auswirkungen auf die alpine Landwirtschaft aufgenommen. Das derzeitige Vorsitzland der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp), Vorarlberg, hatte zu dem Treffen eingeladen. An den Gesprächen nahmen auch Davide Righetti und Martin Stadler vom Amt für Wildtiermanagement der Abteilung Forstdienst des Landes Südtirol teil.

Die Regierungschefs der Arge Alp hatten bereits 2022 eine Resolution zum länderübergreifenden Wolfsmanagement verabschiedet. Diese sieht eine enge Zusammenarbeit beim Monitoring und beim Austausch von Wolfsdaten im Alpenraum vor (LPA hat berichtet). 2025 wurde der Anwendungsbereich auch auf den Bären ausgeweitet.

Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wildtierökologie und Alpwirtschaft diskutierten beim Treffen über die Populationen großer Beutegreifer und erhielten grenzüberschreitende Einblicke in das genetische Monitoring und den Datenaustausch. Am Treffen nahmen Fachleute aus den Mitgliedsländern der Arge Alp sowie aus nationalen Koordinationsstellen (KORA und Österreichzentrum Bär Wolf Luchs) teil.

Im Rahmen einer umfassenden Fachdiskussion einigten sich die Beteiligten darauf, welche Daten zu großen Beutegreifern und zur Alpwirtschaft künftig zwischen den Arge-Alp-Mitgliedsländern ausgetauscht werden sollen. Der bisherige Austausch zu Kennzahlen der Berglandwirtschaft und zum Wolfsmonitoring wird fortgeführt und vertieft. Zudem vereinbarten die Fachleute, künftig auch Informationen zu den Todesursachen von Wölfen auszutauschen. Darüber hinaus soll – entsprechend der Resolution von 2025 – ein umfassender Datenaustausch auch zum Bären stattfinden. Dieser umfasst Informationen zur räumlichen Ausbreitung, zur genetischen Analyse sowie zu Schäden, die durch Bären verursacht werden.

Großräumig erhobenen Daten sollen einen wichtigen Beitrag zu einem wissenschaftlich fundierten Monitoring von Wolf und Bär im Alpenraum bieten. Sie sollen eine zentrale Grundlage bilden, damit die Verwaltung im Management dieser großen Beutegreifer handlungsfähig bleibt.

Land Vorarlberg/Serra

Bezirk: Bozen

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