Sicherungsmaßnahmen nach Lokalaugenschein

Gadertaler Straße in den Dolomiten: Zwei Gefahrenstellen

Mittwoch, 17. Juni 2026 | 15:45 Uhr

Von: luk

Gadertal – Zwei Gefahrenstellen entlang der Gadertaler Straße (SS 244) zwischen Zwischenwasser und Pikolein werden mit raschen Sicherungsmaßnahmen entschärft. Das ist das Ergebnis eines gemeinsamen technischen Lokalaugenscheins, der am 15. Juni in der Gemeinde St. Martin in Thurn stattgefunden hat.

Der Lokalaugenschein im Abschnitt zwischen Kilometer 11+500 und Kilometer 12+800 wurde nach der Meldung von zwei kritischen Situationen durchgeführt. Beim Kilometer 12+100 befinden sich zwei Felstürme, die gesichert werden müssen. Beim Kilometer 12+750 kam es in einer Rinne zu einem Hangrutsch mit einer kleineren Mure aus Lockermaterial. Dort hatte in den vergangenen Tagen ein vom Hang abgestürzter Baum die Staatsstraße erreicht.

Mobilitäts- und Infrastrukturenlandesrat Daniel Alfreider bekräftigt: “Wenn entlang einer Bergstraße ein Risiko auftritt, müssen wir verantwortungsvoll und rasch handeln. Die Gadertaler Straße ist eine wichtige Verbindung für die Bevölkerung, Pendlerinnen und Pendler, öffentliche Dienste und den Tourismus. Unsere Aufgabe ist es, dort einzugreifen, wo es notwendig ist, Risiken zu verringern und möglichst sichere sowie verlässliche Verkehrsverbindungen zu gewährleisten.”

Am Lokalaugenschein nahmen Vertreter des Straßendienstes Pustertal, des Landesamtes für Geologie und Baustoffprüfung, des Forstdienstes, des Straßendienstes Nord-Ost, des Planungsbüros Plan Team sowie der beauftragte Geologe teil.

“Dieser Eingriff bestätigt den Wert der Arbeit unserer Fachleute im Amt für Geologie. Die Kontrollen vor Ort und die enge Zusammenarbeit der beteiligten Dienststellen ermöglichen es, kritische Situationen rasch zu erkennen und wirksam einzugreifen”, betont Landesrat Christian Bianchi.

Im Detail sind bei Kilometer 12+100 Sicherungsarbeiten am Hang vorgesehen. Dabei werden instabile Felsbereiche entfernt, um die darunterliegende Straße zu sichern. Zusätzlich werden an den Felstürmen Felsnetze angebracht. Bei Kilometer 12+750 werden das in der Rinne vorhandene Material entfernt und weitere Felsräumungsarbeiten durchgeführt.

Stefano Fox vom Straßendienst Nord-Ost erklärt: “Der Lokalaugenschein hat es ermöglicht, rasch geeignete technische Maßnahmen für die festgestellten Situationen festzulegen. Die kurzfristigen Eingriffe werden mit dem Gesamtprojekt S.244.25 abgestimmt, das weitere Schutzmaßnahmen entlang dieses Straßenabschnitts vorsieht. Die Übergabe der Arbeiten für das Gesamtprojekt ist gegen Ende des Jahres 2026 geplant.”

Zum Gesamtprojekt gehören auch Steinschlagschutznetze und Steinschlagschutzbarrieren. Ziel ist es, die Sicherheit entlang dieses Abschnitts dauerhaft zu erhöhen.

Bezirk: Pustertal

Kommentare

Aktuell sind 1 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen