Schutz vor Steinschlag und Hochwasser

Gemeinde Naturns sorgt für Sicherheit der Bürger

Dienstag, 03. Februar 2026 | 10:05 Uhr

Von: mk

Naturns – Die Gemeindeverwaltung von Naturns setzt derzeit drei wichtige Zivilschutzprojekte um: In Staben und Kompatsch werden schon mehrere Steinschlagschutzzäune errichtet, beim Weintalgraben in Stein gab der Gemeinderat nun auch grünes Licht für die notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen.

Nachdem der Gefahrenzonenplan im Jahr 2021 genehmigt wurde, ging die Gemeindeverwaltung gleich daran, anhand einer datenbasierten Priorisierung Projekte ausarbeiten zu lassen. „Dabei wurde genau erhoben, welche Maßnahmen am dringendsten und effizientesten sind, vor allem war wichtig, wie viele Menschen mit den entsprechenden Verbauungen geschützt werden können“, zeigt Bürgermeister Zeno Christanell auf. Nun wird umgesetzt: Die Arbeiten zur Errichtung der Steinschlagschutzzäune in Kompatsch und Staben sind schon im Gange und werden in den nächsten Monaten abgeschlossen.

Der Startschutz für ein weiteres wichtiges Zivilschutzprojekt wird dann voraussichtlich im Laufe des Jahres erfolgen können. Der Gemeinderat von Naturns hat nämlich bei seiner letzten Sitzung das Projekt für die Hochwasserschutzmaßnahmen „Weintalgraben“ mit großer Mehrheit genehmigt. In der Sitzung stellte Ingenieure Corrado Lucarelli vom Vinschger Büro Patscheider und Partner den Räten die geplanten Maßnahmen vor. „Mit diesem Projekt werden technische Lösungen gefunden, um das Risiko, welches vom Weintalgraben ausgeht, zu reduzieren. Es wird die Eliminierung von Zonen mit sehr hoher Gefährdung und gleichzeitige eine Minderung des spezifischen Risikos für das Talgebiete erreicht“, erläuterte Lucarelli. Konkret sind die Optimierung des Einlaufbauwerkes, die Anpassung der Rohrleitung für den Abfluss, die Vergrößerung des Rückhaltebeckens sowie mehrere Konsolidierungen im Grabe selbst vorgesehen.

„Durch diese Zivilschutzmaßnahme kann die Sonnenbergstraße nachhaltig sicherer gemacht werden. Das ist sehr wichtig, da sie die einzige Zufahrt zu den Höfen ist. Außerdem wird das Hofstellen-Ensemble Weintal mit dem zugehörigen Buschenschank, welches sich Großteils in der hochgefährdeten roten Zone befindet, geschützt, wodurch eine Rückstufung der Gefahrenzone erfolgen kann“, erklärt der zuständige Referent für die Bergebiete Helmut Müller. Das Projekt sieht Baukosten von 671.037,09 Euro vor und wird derzeit noch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit geprüft. Möglich wird die Finanzierung durch Landesbeiträge vom Amt für Zivilschutz sowie dank der Alperia-Umweltgelder, die der Gemeinde zur Verfügung stehen. Die Gemeindeverwaltung plant die Ausschreibung und Vergabe im ersten Halbjahr 2026, sodass eine Umsetzung schon ab Herbst 2026 erfolgen könnte.

In sehr guter Zusammenarbeit mit dem Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West sind zudem bereits weitere Schutzmaßnahmen im Bereich Büchelbach („Luambachl“) geplant. Diese werden den Betroffenen im März bei einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Bezirk: Burggrafenamt

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