Nach heftigem Unwetter - eine Person verletzt

Gewaltige Mure in den Dolomiten hinterlässt 15 Meter hohen Schuttkegel

Mittwoch, 15. Juli 2026 | 08:29 Uhr

Von: luk

Sexten/Innichen – Ein kurzes, aber heftiges Gewitter hat am Dienstagnachmittag in Sexten und Innichen für mehrere Einsätze der Rettungskräfte gesorgt. Im Innerfeldtal gingen zwei Muren ab, eine davon mit gewaltigem Ausmaß: Nach ersten Schätzungen rissen die Schlamm- und Geröllmassen zwischen 40.000 und 50.000 Kubikmeter Material mit sich und hinterließen einen rund 15 Meter hohen Schuttkegel – so hoch wie ein fünfstöckiges Gebäude.

Da sich zahlreiche Wanderer in dem Gebiet aufhielten, wurde umgehend eine großangelegte Suchaktion gestartet. Nach mehr als drei Stunden konnten die Einsatzkräfte aber Entwarnung geben: Niemand wurde verschüttet

Eine Person wurde bei dem Ereignis aber leicht verletzt. Nach der Erstversorgung durch das Weiße Kreuz wurde sie ins Krankenhaus nach Innichen gebracht. Schwerverletzte oder Vermisste gab es nicht.

Unmittelbar nach den Murenabgängen rückten Bergrettung und Freiwillige Feuerwehr aus. Das betroffene Gebiet wurde großräumig abgesperrt, Wanderer aus der Gefahrenzone begleitet und das Gelände auch aus der Luft mit einem Hubschrauber kontrolliert, um sicherzustellen, dass sich keine Personen mehr im betroffenen Bereich befanden.

Ausgelöst wurden die Muren durch ein intensives, aber nur kurz andauerndes Gewitter mit Hagel. In der betroffenen Zone kommt es immer wieder zu kleineren Murenabgängen.

Auch im Fischleintal in Sexten richtete das Unwetter Schäden an. Ein Blitzeinschlag ließ einen Baum auseinanderbrechen, wodurch rund zehn Fahrzeuge von herumfliegenden Holzstücken beschädigt wurden. Die Trümmer verteilten sich laut Feuerwehr auf einen Umkreis von etwa 60 Metern. Nach der Schadensaufnahme durch die Carabinieri räumten die Einsatzkräfte die Unfallstelle.

Facebook/Freiwillige Feuerwehr Moos/Sexten

Zeitgleich mussten die Feuerwehren wegen mehrerer weiterer Murenabgänge im Fischleintal ausrücken. Mehrere Wanderwege wurden dabei verschüttet oder zerstört. Nach der Absperrung der Gefahrenbereiche waren dort vorerst keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Facebook/Freiwillige Feuerwehr Moos/Sexten

Bezirk: Pustertal

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen