Von: ka
Bozen/Nals – Eine heftige Unwetterfront zieht derzeit über Südtirol und sorgt im ganzen Land für eine extrem angespannte Lage. Neben sintflutartigem Starkregen und Hagel bringt die Gewitterfront auch teils schwere Windböen mit sich. Die Freiwilligen Feuerwehren sind bereits bei zahlreichen wetterbedingten Einsätzen im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen und Gefahrenstellen abzusichern.
Bereits am Nachmittag entwickelten sich im Pustertal und in den Dolomiten die ersten kräftigen Gewitter.
Am Abend zog anschließend eine weitere intensive Gewitterzelle vom Raum Meran über Bozen und das Unterland bis ins Eggental und den Regglberg.
Neben teils kräftigen Sturmböen und lokalem Hagel war vor allem der Starkregen das größte Problem. Innerhalb von nur 30 Minuten fielen örtlich mehr als 30 Liter pro Quadratmeter. Dadurch konnten viele Abwassersysteme die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Die Folge waren mehrere Überflutungen, kleinere Murenabgänge, Steinschläge sowie umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste.

Zahlreiche Einsätze und schwere Schäden im Land
Die Einsatzkräfte arbeiten unter Hochdruck, da die massiven Regenfälle und Sturmböen vielerorts für blockierte Straßen und überflutete Keller sorgen. Die heftigen Winde entwurzeln immer wieder Bäume und lassen dicke Äste auf die Verkehrswege stürzen. Zudem führen die lokalen Hagelschauer und der Starkregen zu äußerst gefährlichen Bedingungen auf den Straßen.

Schwerer Zwischenfall in Nals
Ein besonders dramatischer Vorfall ereignete sich in der Gemeinde Nals. Dort hielt ein Baum den enormen Windböen nicht stand und stürzte auf einen geparkten Kleinbus. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug fast völlig zerstört.

Die Einsatzkräfte bitten die Bevölkerung, den Aufenthalt im Freien sowie Fahrten durch Waldgebiete während des Unwetters dringend zu meiden.
Auch am Mittwoch bleibt die Wetterlage angespannt. Es sind erneut teils kräftige Gewitter mit Starkregen möglich.






Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen