Zwei Freerider sterben unter den Schneemassen

Lawinendrama in Südtirol

Donnerstag, 05. Februar 2026 | 17:21 Uhr
Update

Von: luk

Sulden – Im Gemeindegebiet von Sulden ist es am frühen Donnerstagnachmittag zu einem Lawinendrama gekommen.

In der Nähe der Madritschhütte sowie im Bereich der auf 3.325 Metern Höhe gelegenen Hinteren Schöntaufspitze lösten sich gegen 13.30 Uhr zwei Schneebretter, woraufhin eine groß angelegte Rettungsaktion eingeleitet wurde.

Ein Mann konnte lebend aus den Schneemassen geborgen werden. Er blieb glücklicherweise vor schweren Verletzungen verschont und wurde ins Krankenhaus nach Schlanders eingeliefert.

Zwei Verschüttete konnten dagegen nur mehr tot geborgen werden. Die beiden Männer wurden von Bergrettern leblos unter den Schneemassen gefunden. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Es soll sich bei den Verunglückten um Freerider aus Finnland handeln.

Der genaue Hergang des Lawinenabgangs blieb indes vorerst unklar. Die beiden Lawinenopfer waren offenbar mit Verschüttetensuchgeräten ausgestattet gewesen. Einer soll 60 Zentimeter, der andere eineinhalb Meter tief im Schnee verschüttet gewesen sein.

Im Einsatz waren die Bergrettung aus den umliegenden Gemeinden, der Bergrettungsdienst der Finanzwache, Freiwillige der Freiwilligen Feuerwehr Sulden sowie Notarzthubschrauber Pelikan 1, 2 und 3.

Unterdessen ging im selben Gebiet, im Bereich der Madritschhütte auf rund 2.820 Metern Seehöhe, ein weiteres Schneebrett ab. Zunächst war unklar, ob auch dabei Personen verschüttet worden waren. Letztlich konnte aber Entwarnung gegeben werden.

Nach den jüngsten Schneefällen hatte in Südtirol erhebliche bis große Lawinengefahr geherrscht. Die Behörden hatten in den vergangenen Tagen wiederholt zur Vorsicht im hochalpinen Gelände aufgerufen.

Bezirk: Vinschgau

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