Von: mk
Bozen/Rasen-Antholz/Bruneck/Brixen – Südtirol und vor allem Antholz bereiten sich intensiv auf die Olympischen Winterspiele 2026 vor. Dafür wird ein umfassendes medizinisches Notfallzentrum eingerichtet, das sowohl Athletinnen und Athleten als auch die erwarteten mehr als 20.000 Besucherinnen und Besucher versorgen soll. “Für die Winterspiele haben wir ein medizinisches Netzwerk aufgebaut, das schnelle Hilfe garantiert und gleichzeitig die Krankenhäuser entlastet. Die medizinische Versorgung soll für alle auf höchstem Niveau gewährleistet sein”, sagt der Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, Hubert Messner.
Schnelle Versorgung
Um dies sicherzustellen, wurden in Antholz zwei zentrale Strukturen errichtet: ein medizinischer Stützpunkt direkt am Biathlonzentrum sowie eine Polyklinik am Fußballplatz in Niederrasen. Während der Stützpunkt vor Ort eine rasche Erstversorgung von Zuschauerinnen und Zuschauern sowie von Sportlerinnen und Sportlern ermöglicht, dient die Polyklinik als temporäre Außenstelle des Krankenhauses Bruneck. Sie wird gemäß den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees eingerichtet und umfasst modern ausgestattete Behandlungsräume, einen Überwachungsbereich sowie physiotherapeutische Einrichtungen. Bei schwereren Verletzungen oder komplexen Krankheitsbildern werden Betroffene in die drei Olympischen Krankenhäuser Bozen, Bruneck oder Brixen transportiert. Für schnelle Rettungswege entsteht in unmittelbarer Nähe der Polyklinik zudem ein eigener Notarzt- und Rettungsstützpunkt.
Betreuung vor Ort
Die medizinische Betreuung stellen Fachkräfte des Südtiroler Sanitätsbetriebs sicher. Sie werden durch die Rettungsdienste des Weißen und Roten Kreuzes unterstützt. Vor Ort sind Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Rettungssanitäter und -sanitäterinnen sowie Verwaltungsteams im Einsatz. Darüber hinaus konnten sich interessierte Gesundheitsfachkräfte freiwillig für den “Medical Service” in Antholz melden.
Notfall-Primar Marc Kaufmann, “Medical Care Manager” des Landes für die Olympischen Winterspiele 2026, betont, dass bestehende Strukturen gezielt ausgebaut wurden: “Dadurch können wir im Notfall schnell reagieren und überlasten zeitgleich nicht die umliegenden Krankenhäuser.” Durch sorgfältige Planung und Organisation werde kein Personal in den Südtiroler Krankenhäusern fehlen. Die Motivation im gesamten Netzwerk sei äußerst hoch – es gebe bereits zahlreiche freiwillige Meldungen.




Aktuell sind 3 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen