Die Polizei verschafft sich einen Überblick

Mehr als 20 Tote bei Angriffen in Honduras

Freitag, 22. Mai 2026 | 09:45 Uhr

Von: APA/AFP

Bei Angriffen bewaffneter Banden in ländlichen Regionen im Norden von Honduras sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Die Attacken ereigneten sich nach Behördenangaben vom Donnerstag in der nördlichen Gemeinde Trujillo, wo rivalisierende Gruppen zwei Palmölplantagen besetzt haben, sowie in der nordwestlichen Gemeinde Omoa nahe der Grenze zu Guatemala.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Yuri Mora, sagte dem Fernsehsender HCH, die Behörden seien an zwei verschiedenen Orten im Einsatz. In Trujillo seien 19 Tote gefunden worden und in Omoa sechs Tote. Auf Videoaufnahmen waren mehrere blutüberströmte Leichen zu sehen.

Kampf um Kontrolle von Drogenrouten

Sicherheitsminister Gerzon Velásquez sagte, die Opfer in Trujillo seien offenbar mit großkalibrigen Waffen wie Gewehren erschossen worden. Eine Gemeindevertreterin sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei den Toten habe es sich um Bauern gehandelt. In der Region nahe der Stadt Trujillo kämpfen den Behörden zufolge kriminelle Banden schon seit Jahren um die Kontrolle von Palmölplantagen und Drogenrouten. In Omoa wurden ebenfalls am Donnerstag bei einem Gefecht zwischen Polizisten und mutmaßlichen Drogenhändlern fünf Polizisten und ein Zivilist getötet, wie die Behörden mitteilten.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Parlament von Honduras eine Reihe von Reformen im Kampf gegen die hohe Kriminalität beschlossen. Sie erlauben den Einsatz von Soldaten zum Schutz der öffentlichen Sicherheit, außerdem können Banden und Drogenkartelle als terroristische Gruppen eingestuft werden. In Honduras liegt die jährliche Mordrate bei mehr als 24 pro 100.000 Einwohnern.

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