Von: APA/Reuters/dpa
In Uganda ist die Zahl der nachgewiesenen Ebola-Fälle auf fünf gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Samstag drei Neuinfektionen und verstärkte die Suche nach Personen, die mit den Infizierten Kontakt hatten. Unter den neuen Patienten sind ein Fahrer, der den ersten bestätigten Fall des Landes transportiert hatte, sowie eine medizinische Fachkraft, die diesen behandelte. Beide befänden sich in Behandlung, teilte das Ministerium mit.
Der dritte Fall betrifft eine Frau aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo. Sie war mit leichten Beschwerden nach Uganda eingereist, bevor sie ein Privatkrankenhaus in der Hauptstadt Kampala aufsuchte. Nachdem sich ihr Zustand zunächst gebessert hatte, kehrte sie in den Kongo zurück. Später wurde sie jedoch positiv auf Ebola getestet, nachdem ein Pilot, der an ihrem Transport beteiligt war, den Behörden einen Hinweis gegeben hatte. Damit zählt Uganda nun fünf bestätigte Fälle. Zahlen zu Verdachtsfällen veröffentlicht das Land nicht.
WHO hat gesundheitliche Notlage ausgerufen
Das Zentrum der Seuche liegt in der Demokratischen Republik Kongo. Dort wurden bisher fast 750 Verdachtsfälle und 177 mutmaßliche Todesfälle registriert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Das Risiko einer landesweiten Epidemie im Kongo sei sehr hoch, warnte die UN-Behörde. Die WHO geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, weil der Ausbruch wochenlang unbemerkt blieb und nicht alle Fälle gemeldet werden.
Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch mit dem seltenen Bundibugyo-Typ, für den es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt, ist besonders schwer einzudämmen.
“Der neuerliche Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verschärft die ohnehin prekäre Lage vieler Familien in Ostafrika dramatisch. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes, wo Armut, Vertreibung und fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung den Alltag vieler Menschen prägen”, teilte Caritas Österreich am Samstag mit. Um gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort die dringend notwendige Nothilfe leisten zu können, wurde um Spenden gebeten.
( S E R V I C E – Spenden erbeten auf das Konto der Caritas bei der Erste Bank, IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560, BIC: GIBAATWWXXX, Kennwort: Ebola Ostafrika. Online-Spenden: https://www.caritas.at/ebola )




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