Großer Unmut

Neue Kennzeichen-Regel: Täglich hagelt es in Südtirol Strafen

Freitag, 15. Februar 2019 | 09:00 Uhr

Bozen – In Südtirol wächst der Unmut über die neue Kennzeichen-Regel. Täglich werden bereits Strafen verhängt, wie der Kommandant der Verkehrspolizei Sterzing, Geri de Palma, dem Tagblatt Dolomiten erklärt.

Erst jüngst wurde eine Ungarin, die im Pustertal arbeitet und mit ihrem Pkw mit ungarischem Kennzeichen nach Brixen gefahren ist, von den Carabinieri aufgehalten und zur Kasse gebeten: 498,40 Euro, weil sie sofort bezahlt hat, sonst wären laut Salvini-Sicherheitsdekret 712 Euro zu entrichten gewesen. Zusätzlich wurde der Frau das Auto-Büchlein abgenommen. Der Pkw darf nicht mehr bewegt werden. Sie muss das Fahrzeug nun entweder in Italien anmelden oder außer Landes bringen.

Die Regelung, die seit 4. Dezember Gültigkeit hat, besagt, dass wer in Italien ansässig ist, sein Fahrzeug innerhalb der ersten 60 Tage ummelden muss. Nicht betroffen sind Leasingfahrzeuge oder Firmenwagen, sofern die Firma in Italien keinen Sitz hat. Bezwecken sollte die Regelung eigentlich, Schlaumeiern, die das Auto im Ausland anmelden, weil dort Steuer und Versicherung günstiger sind, einen Riegel vorzuschieben. Wie sich immer mehr herauskristallisiert, wurde jedoch weit über das Ziel hinausgeschossen. Deshalb intervenieren nun auch die SVP-Vertreter in Rom und Brüssel.

Mehr dazu lest ihr in der heutigen Dolomiten-Ausgabe!

Von: luk

Bezirk: Bozen