Besonderes Jahr auch für die Flugrettung

Notarzthubschrauber im Sommer 2020 so oft wie noch nie abgehoben

Mittwoch, 19. Mai 2021 | 12:34 Uhr

Bozen – Zu insgesamt 3.359 Einsätzen ist die Flugrettung Südtirol im vergangenen Jahr gestartet. Das ist zwar pandemiebedingt ein leichter Rückgang, trotzdem sind die Notarzthubschrauber im Sommer 2020 öfter abgehoben, als jemals zuvor in der Geschichte der Flugrettung. Gleichzeitig bestätigt sich Pelikan 3 als wichtige Säule der Notfallmedizin in der westlichen Landeshälfte.

Knapp acht Prozent haben die Einsätze der Flugrettung im vergangenen Jahr abgenommen. Allen voran während des Lockdowns im Frühjahr hoben die Notarzthubschrauber deutlich weniger ab als in den Jahren zuvor. Anders hingegen in den Sommermonaten, hier flogen die drei Pelikane und der Aiut Alpin mehr Einsätze als jemals zuvor in der Geschichte. Ein Umstand der auf die touristische Öffnung und den großen Andrang auf die Südtiroler Berge zurückzuführen ist.  Auf das gesamte Jahr betrachtet kommt die Flugrettung Südtirol damit auf durchschnittlich neun Einsätze am Tag, mit insgesamt 3.159 transportierten Patienten im Jahr. Statistische Werte, die zuletzt im Jahre 2017 erreicht wurde. Was die Verteilung der Einsätze auf die vier Notarzthubschrauber angeht, liegt Pelikan 1 mit 1.047 Einsätzen an der Spitze, gefolgt von Pelikan 2 (991 Einsätze), Aiut Alpin Dolomites (878 Einsätze) und Pelikan 3 (443 Einsätze).

Eine maßgebliche Verbesserung der Rettungskette in der westlichen Landeshälfte hat die Einführung des Pelikan 3 mit sich gebracht. „Nach Abgleich der Daten wissen wir, dass die Eintreffzeiten der Notarzthubschrauber im Vinschgau im Durchschnitt um zehn Minuten verkürzt werden konnten. Eine mehr als maßgebliche Zeitspanne in der Notfallmedizin“, betont Präsident Georg Rammlmair. Aber auch Einsätze über die Landesgrenzen hinaus standen im vergangenen Jahr wieder an: Ganze 121 Mal sind dabei die Notarzthubschrauber aus Südtirol auch zu Einsätzen in andere Provinzen geflogen und haben dort in Notfällen wertvolle Unterstützung geleistet.

Für Direktor Ivo Bonamico stand auch im Pandemiejahr die laufende Qualitätssteigerung sowie die effiziente Verwaltung hinter dem Dienst im Mittelpunkt. Neben der Einführung des Pelikan 3 in Laas konnte auch die Nachtflugtauglichkeit des Dienstes weiter ausgebaut werden. „Dank modernster Hochleistungsscheinwerfer kann Pelikan 1 nun auch Nachtflüge ohne Bodenausleuchtung durchführen,“ erklärt Bonamico und bestätigt damit eine noch schnellere und effizientere Versorgung aus der Luft auch nach Sonnenuntergang. Für Pelikan 2 soll diese Aufrüstung zudem in den kommenden Wochen erfolgen.

Für die nächsten Jahre zielt die Vereinsführung der HELI weiterhin auf eine Verbesserung der Rettungskette in ganz Südtirol ab. Dazu zählt die laufende Auswertung des Projekts Pelikan 3, welches noch bis zum 31. Dezember 2022 läuft. „Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsressort kann die landesweite Notfallmedizin laufend an Qualität dazugewinnen“, betont Primar Marc Kaufmann, Medizinischer Leiter der Heli – Flugrettung Südtirol.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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16 Kommentare auf "Notarzthubschrauber im Sommer 2020 so oft wie noch nie abgehoben"


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EuroSuedtirola77
EuroSuedtirola77
Grünschnabel
24 Tage 1 h

Der Wirt macht die Rechnung!!! Wenn Kaufmann auf jeden Notarzteinsatz einen Heli schickt egal wo hat man natürlich mehr Einsätze während die Notärzte am Boden herumsitzen (auch bezahlt). Dann brauchen wir noch einen 4. Heli damit wir die Krankentransporte (Dialyse ….) auch über die Luft machen. Wenn wir uns das so leisten können??? Ohne Worte- sowas geht nir in Südtirol mit unseren Steuergeldern in solchen Zeiten!!! …..wann gebietet diesem Wahnsinn mal jemand Einhalt!!!

hannes
hannes
Grünschnabel
23 Tage 23 h

Bei mehr als 500.000 Einwohnern in Südtirol kosten die Helis weniger als 10€ pro Person im Jahr. Auch du wärst froh dass er für dich abhebt wenn du ihn brauchst, oder?

peterle
peterle
Universalgelehrter
23 Tage 20 h

@hannes
Alles klar aber dass dann trozdem massiv an Mitgliedschaft beim WK drängt erschliesst sich mir nicht.

DontbealooserbeaSchmuser
23 Tage 19 h

@hannes auch wenn ich mir sicher bin, dass allein die Helis+Wartung mehr als 5 Millionen im Jahr kosten: Das sind die dadurch geretteten Menschenleben allemal Wert!

Zusätzlich erhält Südtirol dadurch einen guten Ruf, wir wollen ja weniger und dafür “noblere” Gäste, eben diese legen viel Wert auf ein sicheres Urlaubsland.

Wenn man bedenkt, dass kürzlich 20 Millionen für Stäbchen ausgegeben wurden, die sich die Leute selbst mehr schlecht als recht in die Nase popeln und dann ankreuzen “Hallo i bin Negativ” …. 🤔😅

Magomerlino
Magomerlino
Neuling
24 Tage 49 Min
Großen Respekt für die Arbeit der Notfallteams auf den Hubschraubern, wenn sie bei Notfällen Großartiges leisten. Letzhin hat man aber den Eindruck, dass die Hubschrauber massiv beworben werden, um sie zu rechtfertigen. Ein so teures Rettungsmittel sollte auch einer Kosten/Nutzenrechnung unterzogen werden. Südtirol hat ein sehr dichtes Netz an sehr gut ausgestatteten Rettungs-, Bergrettungs- und bodengebunden Notarztteams. Flugminuten und Einsatzstatistiken hängen wesentlich von den Vorgaben der Landesnotrufzentrale ab. Konkrete Fragen:  Braucht es für jede nicht lebensbedrohliche Verletzung auf Piste oder Berg einen RTH? Brauchen kleine Einzugsgebiete wie Obervinschgau/Hochpustertal eigene RTHs oder könnte man einzelne Notfalleinsätze in Randgemeinden kostengünstig an ausländische… Weiterlesen »
Missx
Missx
Kinig
23 Tage 21 h

@Magomerlino
Wenn gespart würde und jemand deiner Lieben könnte nicht gerettet werden, dann wärst du halt auch wieder enttäuscht.

Mikeman
Mikeman
Kinig
23 Tage 20 h

@ Missx
Meine Dame ,hier gehts nicht ums sparen sondern genau ums irrsinnige Gegenteil,denk mal ein bisschen nach vielleicht knackst um was es geht 😜

Missx
Missx
Kinig
23 Tage 11 h

@,mikeman
Lies alles noch einmal genau durch was da steht, vielleicht fällt der Groschen.

Mikeman
Mikeman
Kinig
23 Tage 10 h

@ Missx
jung und kindisch , definitiv was nicht ist kann nicht werden 😂

Magomerlino
Magomerlino
Neuling
23 Tage 9 h

@Missx
Es braucht nicht immer einen Hubschrauber um jemanden zu retten. Wir haben auch eine super ausgebildete und ausgerüstete Bodenrettung. Es geht um den optimalen, personalsparenden und kostengünstigen Einsatz von Ressourcen.

Offline
Offline
Universalgelehrter
23 Tage 23 h

Ich glaube, ich werde eine Pause vom Kommentieren einlegen. Und zwar zur “Beruhigung” meiner im Moment heftigen (negativen) Emotionen und dadurch auch angeschlagenen Südtirolliebe.
“Was, liebe SüdtirolerInnen, ist mit Ihnen/Euch geschehen, dass Sie/Ihr jetzt sogar schon Verunfallten eine schnelle Rettung, Bergung und den Transport in Kliniken NEIDET ??

Mikeman
Mikeman
Kinig
23 Tage 22 h

@ Offline
Dann leg doch eine lange aber wirklich sehr lange Pause ein wenn nicht mal mehr im Stande bist zu verstehen wo es mit der Vernunft am Ende ist.Niemand neidet irgendwas aber was zuviel ist zuviel und fernst aller Logik meiner guter …..

Mikeman
Mikeman
Kinig
24 Tage 3 h

Alles gut und recht aber 4 Helis für eine Provinz ,sowas gibts nur hier.

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
23 Tage 10 h

Nicht nur…
Nordtirol hat deren 14
Osttirol hat deren 2

Missx
Missx
Kinig
23 Tage 21 h

Nicht REDEN sondern TUN!!!

ghostbiker
ghostbiker
Superredner
24 Tage 2 h

Sell isch a koan Wunder,in gonzn Winter torfsch nirgends hin u.im Sommer renn se olle af die Berg

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