Sieben Führungskräfte der Sanität des Millionenschadens beschuldigt

Oberalp AG: „Waren nie Importeur und nie für Qualtätskontrolle zuständig“

Mittwoch, 06. Dezember 2023 | 18:48 Uhr

Bozen – Zur Meldung, dass sieben Führungskräfte im Sanitätsbetrieb des Millionenschadens beschuldigt werden, ergreift nun auch die Oberalp AG das Wort. Das Unternehmen verwehrt sich gegen alle Darstellungen ihrer Rolle, es wäre Lieferant oder Importeur von Schutzausrüstung oder für die Qualitätskontrolle zuständig gewesen. Wörtlich heißt es in einer Stellungnahme.

Die SABES hat bei der Oberalp AG kein Schutzmaterial „angekauft“, es wurde nie mit der SABES „verhandelt“ und es wurde kein „Kaufvertrag“ mit der SABES abgeschlossen, der „Rücktrittsklauseln“ enthalten konnte, wie in verschiedenen Presseberichten die Rede ist.

Oberalp AG hat der SABES in einer absoluten Notlage Kontakte zu Schutzausrüstungslieferanten in China vermittelt, sowie eine von SABES erstellte Liste der für notwendig erachteten Produkte an chinesische Lieferanten weitergereicht. Darüber hinaus wurde auf eindringliche Bitte des Landeshauptmannes das in Vorkasse zu zahlende Geld innerhalb eines Tages vorgestreckt. Ohne diesen Schritt wäre die umkämpfte Ware in den Händen von anderen Interessenten gelandet.

Ein Vertrag mit der SABES wurde im Nachhinein und auf Betreiben der SABES nur deshalb verfasst, um das von Oberalp vorgestreckte Geld zurückzuzahlen. Deshalb konnte auch eine „Rücktrittsklausel“ niemals Teil dieses Vertrages sein, wie nun anscheinend den SABES-Verantwortlichen als Fehler vorgeworfen wird. Oberalp war also nie Lieferant, nie für die Qualitätskontrolle der Ware zuständig und nie Importeur – Oberalp AG hat als Mandant für die SABES agiert und sich als schnelle „Privatbank“ für die Landesregierung verwendet, um in einer Notlage das Möglichste zu leisten.

Von: mk

Bezirk: Bozen