Von: mk
Bozen – Die Rheuma-Liga Südtirol intensiviert ihr Engagement für Menschen, die an ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) leiden. Die Erkrankung ist komplex, oft schwer verlaufend und führt bei vielen Betroffenen zu erheblichen Einschränkungen im Alltag, in der Arbeitsfähigkeit und im sozialen Leben. Ein wichtiger Schwerpunkt ist das Netzwerk ME/CFS, das unter dem Dach der Rheuma-Liga Südtirol von Lisa Weis gemeinsam mit der erfahrenen Psychologin Dr. Birgit Innerhofer koordiniert wird. Ziel des Netzwerks ist es, Betroffenen einen sicheren Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Information zu bieten.
Da viele Erkrankte körperlich stark eingeschränkt sind, spielt der Online-Austausch eine zentrale Rolle. Er ermöglicht es Betroffenen, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand, miteinander in Kontakt zu bleiben, Erfahrungen zu teilen und Isolation zu vermeiden.
„Gerade bei ME/CFS ist Vernetzung besonders wichtig, weil viele Betroffene kaum mobil sind. Das Online-Netzwerk schafft einen Zugang zu Gemeinschaft, Verständnis und Wissen. Zudem warten viele Patientinnen und Patienten lange auf eine Diagnose und stehen danach häufig zunächst allein mit ihrer Situation da – umso wichtiger ist der Austausch mit anderen Betroffenen“, erklärt Lisa Weis.
Neben der Selbsthilfe setzt sich die Rheuma-Liga Südtirol auch auf politischer Ebene für bessere Rahmenbedingungen ein. Der Verein steht dabei im engen Austausch mit dem Südtiroler Gesundheitslandesrat Dr. Hubert Messner, um konkrete Verbesserungen für ME/CFS-Betroffene zu erreichen. Im Fokus stehen insbesondere eine Ticketbefreiung sowie der Ausbau einer wohnortnahen, bedarfsgerechten medizinischen Versorgung.
Mit ihrer Arbeit verfolgt die Rheuma-Liga Südtirol das Ziel, die Situation von Menschen mit ME/CFS langfristig zu verbessern — durch Unterstützung im Alltag, Stärkung der Selbsthilfe und engagierte Interessenvertretung.




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