Von: APA/dpa
Ein neuerlicher Wintereinbruch in Deutschland hat am Dienstag vor allem im Norden Bayerns weiterhin für geschlossene Schulen und Behinderungen gesorgt. Größere Unfälle sind zunächst weitgehend ausgeblieben. Die Unfallwelle auf den Straßen sei am Montagabend abgeebbt, in der Nacht habe es sich beruhigt, hieß es von den Polizeiinspektionen. Dennoch kam es zu diversen Blechschäden, bei mehreren Zusammenstößen waren Leichtverletzte zu beklagen.
Ein Radfahrer wurde durch einen abbrechenden Ast lebensgefährlich verletzt. Der 41-Jährige war am Abend in Bamberg unterwegs, als ein Ast wohl aufgrund der starken Schneelast herabstürzte. Der Radfahrer erlitt laut Polizei schwerste Verletzungen und wurde in einem Krankenhaus notoperiert. Das Präsidium warnte daher in der Früh: “Aufgrund der starken Schneefälle besteht aktuell in ganz Oberfranken eine erhebliche Schneebruchgefahr.” Aufenthalte unter Bäumen seien möglichst zu vermeiden. Zu Gebäuden solle Abstand gehalten werden, da Dachlawinen drohten.
In mehreren Landkreisen und Städten Bayerns fiel der Präsenzunterricht aus. Nach Rücksprache mit Busunternehmen und Straßenmeisterei führten die Schneemassen weiter zu massiven Verkehrseinschränkungen, wie es in mehreren Mitteilungen hieß. Eine sichere Busbeförderung sei daher nicht zu gewährleisten. In vielen Fällen wurden Notbetreuungen eingerichtet. Kein Präsenzunterricht bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass der Unterricht komplett ausfällt. Die Schulleitungen entscheiden eigenständig, ob der Unterricht etwa per Videokonferenz erfolgt oder Arbeitsblätter zu bearbeiten sind.
Keine Straßenbahnen in Berlin
In Berlin gab es wegen vereister Oberleitungen keinen Straßenbahnverkehr. Der Verkehr bleibe auf jeden Fall am Dienstagvormittag weiter eingestellt, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit. “Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an.”
Eine Front mit Niederschlägen überquerte Deutschland seit Sonntagabend von Südwesten nach Nordosten. Auf glatten Straßen ereigneten sich bereits zu Wochenbeginn Hunderte Unfälle. Meist blieb es bei Blechschäden. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Strecken.




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